Paulu Hector Mair: Codex Vindobensis 10825/26The work of Paula Hectora Mair Codex Vindobonensis 10825/26 is one of the most complete fencing books at all. Mair in his effort to indite Kunst des Fechtens of his ancestors have left large and impresive works. And mainly thanks to him a lot of original books were preserved to these days. More information about Mair can be found in report by Monika Tarkošová. In this article we present the transcription of long sword Zedel, only the part of the whole work.

Codex Vindobonensis 10825/26

(1r – 89v)
Transcribed: January 2003
PDF Codex Vindobonensis 10825/26

 

1r Der Zornhaw gegen dem ort.

Item schick dich also mit dem Zornhaw. Stand mit dem linggen fuß vor, volg mit dem rechten dem haw
nach, und haw Im starck von oben ein zu der linggen seitten. Versetzt er dir das, so haw behendigclich zu
der nechsten plösse. Haut er dir also Zornigclich ein, so wind dich gegen dem Zornhaw in das hangend ort,
und laß Im den ort gerichts fürsich einschiessen zu dem gesicht, oder der prust. Wirt er dann des orts
gewar, so far mit dem schwert wol auff über dein kopff, spring mit deinem rechten fuß auf ein lingke
seitten, unnd haw In mit der zwirch zu dem kopff. Hawt er dann also die Zwirch zu deinen kopff mit
gecreutzgiten armen, so versetz Im die mit deiner langen schneid. In dem zuck dein schwert und wind
Im deinen ort, von deiner linggen seitten zu seinem gesicht oder der prust.

1v Der krumphaw von baiden seitten.

Item merck wann du mit dem zufechten zum mann kombst, so setz den linggen fuß für, unnd halt dein
schwert mit dem ort an deiner rechten seitten, und pleib also sten in dem krumphaw. Hawt er dir
dann oben ein zu der plösse, so tritt mit deinem rechten fuß hinnach, und gee Im krump ein auff
seiner rechten seitten, und haw Im zu der nechsten plösse. Geet er dir also krump ein, und du mit
deinem rechten fuß vorsteest auch in dem krumphaw, so trit mit deinem linggen schenckel hinein, und
versetz Im den haw mit deiner langen schneid. In dem volg mit dem rechten fuß hinnach, und fall
Im krumb auff sein schwert mit deiner kurtzen schneid, und schneid In damit durch sein kopff.

2r Der Zwirchhaw von baidenn seitten.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so stee mit dem rechten fuß vor, das die kurtz schneide
gegen dir gewendt sey. Volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und haw dich in die Zwirch mit gecreutzgite
armen. Versetzt er dir das, so wind dich in die schweche, und haw Im lang ein zu der oberen plösse. Steest du aber
mit dem linggen fuß vor, und ligst auch gegen Im in der Zwirch mit gecreutzgiten armen, so volg mit deinem
rechten fuß hinnach, und verwend deine hand, das du mit flachem schwert vor Im steest, und haw dich
gegen Im in die Zwirch hinein zu seinem linggen or. Versetzt er dir die Zwirch, so laß ein zwifachen feler lauff, und
haw Im zu der schaittel seiner rechten seitten.

2v Der Schillerhaw von baiden seitten.

Item wann du mit dem Zufechten zu dem mann kombst, so setz deinen linggen schenckel hinfür, das die
kurtz schneid unden gewendt sey, tritt mit dem rechten fuß hinnach, und wend deinen knopff under
deinen rechten arm, setz Im der ort an. Setzt er dir den ort also an, so versetz Im den. In dem wend dich
in die zwirch, heng mit deinem schwert gegen der zwirch auff dein rechte seitten, und trit mit dem lingg
fuß hinnach, wind Im den ort zwischen deinen armen hinein, das die kurtz schneiden oben stee. Windt
er dir den ort also zwischen deinen armen hinein, so setz Im das ab mit deiner langen schneid, trück
damit undersich, und laß die schwech lauffen, und haw Im mit langen schneid nach seinem haubt.

3r Schaitlerhaw.

Item stee mit dem linggen schenckel hinfür, und heb dein schwert mit aufgeweckten armen über sein haubt
auf, spring mit dem rechten fuß zu Im hinein, und haw Im mit dem langen schneiden krad zu seiner schaittel,
und senck Im der ort undersich zu seinem gesicht, oder der prust. Wann er dir dann schaittlet, so versetz Im
mit der kron also das ort, das die gehiltz an denen schwertern baide übersich steen, fert er dann auf, unnd
stost dir den ort übersich, so wend dein schwert under seine kron durch mit der schneiden in seine arm, und
schneid In damit über seine baid arm. Schneidt er dich also über deine arm, so tritt mit deinen rechten
fuß hindersich, und setz Im den schnit ab mit dem krumphaw, mit deiner kurtzen schneid, und schneid
In damit auff sein rechte seitten.

3v Der Ochs von baidenn seitten.

Item in den Ochsen schick dich also. Stee mit dem linggen fuß vor, und halt dein schwert mit kreutzweisen
henden ab deinem haubt. Wind dich, und tritt mit dem rechten fuß auff dein rechte seitten. Wirt er des
überhengens gewar, so haw dich in die Zwirch mit geschrenckten armen. Hawt er dir also die Zwirch zu,
so versetz Im die. In dem wind und heng Im den ort zu dem gesicht oder der prust, und haw Im starck
oben zum kopff hinein. Versetzt er dir das, so haw der dopleten feler. Nimb in des behendigelich für
dich, daraus arbait haw, stich und schnit. Steest du dann mit dem rechten fuß gegen Im, und er in des
behendigelich auff dich arbait, so setz Im das ab mit zwifache schniten auff baid seitten. In dem haw die
Zwirch mit gecreutzgiten armen zu seinem rechten seitten seines kopffs. Verscheubt er dir die Zwirch mit
der langen schneid, so laß ab, und haw Im mit der kurtzen schneid oben ein.

4r Der Pflug von baidenn seitten.

Item tritt mit dem rechten fuß zum Mann hinein, und heng das Schwert auf dein lingge seitten, far auff
mit dem gehiltz über dein haubt, trit deinem linggen schenckel hinumb, und haw dich in die Zwirch.
Wirt er der Zwirch gewar, und versetz die dir, so spring mit deinem rechten schenckel hinumb, und haw
Im zu der schaittel. Steest du aber in dem pflug gegen Im, und er dir schaitlet, so wind dich auf in das
prechfenster, das du mit deinem gesicht durch die arm aussehest, und dein rechten fuß vorstee, so ver-
fall und haw Im mit der halben schneiden zu dem linggen or hinein. Hawt er dir dann also ein, so versetz
Im das mit deiner langen schneid. In dem wind dich auff sein lingge seitten mit deinem ort zu seinem
gesicht oder der prust, unnd laß ab mit deinem schwert, trit mit dem linggen fuß für seinen rechten
unnd haw Im oben zu seinem kopff.

4v Der Alber vnnd die hut vom Tag.

Item steest du mit deinen linggen fuß vor mit aufgeweckten armen, das der ort auf der Erden steet, und
die kurtz schneid oben, so fligel auff mit deinem schwert mit gecreutzgiten armen in die versatzung für
dein haubt, trit mit deinem rechten schenckel hinein, und scheub Im den ort in das gsicht auff die lingk
seitten. Wirst du des orts gewar, und steest mit deinem rechten fuß gegen Im in der hut vom tag, so nimb
mit dem krumphaw den ort hinwegk, unnd haw dich in die zwirch. In des verfall, unnd schneid In durch das
angsicht. Begert er dich dann zuschneiden, so verscheub Im den schnit mit deiner lang schneid. In des wind
dich auff sein lingge seitten mit deinem ort zu seinem gesicht oder der prust. Volg mit dem linggen fuß
für seinen rechten, und haw Im zu seiner rechten spindel. Hawt er dir also nach deinem arm, so versetz
Im das mit langer schneid, und trit mit deinem linggen fuß für seinen rechten. Laß die schwech deines
schwerts lauffen, und schlag In zu der schaittel.

5r Die schwech vnd Sterck in des damit eben werck.

Item so du mit dem rechten fuß vorsteest, und Im an sein schwert bindest mit der schweche, so empfindest
du ob er waich oder hert ist an seinem schwert. Wann er waich ist an dem schwert, so verfall auff
sein lingge seitten, trit mit deinem linggen schenckel hinein, unnd zuck das alle treffen, wilt du die
maister äffen. Wann du dann gegen Im steest auch in der schwech, und er das zucken gegen dir
treibt, so tritt mit deinem rechten fuß zurügk, und haw dich in den Creutzhaw zu seinem rechtenn
or. Versetzt er dir der Creutzhaw, so verfall, und scheuß Im den ort zwifach zu dem gesicht, haw
Im damit oben zu dem kopff. Schlecht er dich dann also zu dem kopff, so versetz Im das nit, sonder
trit Im aus dem haw auff sein rechte seitten, und zwirch Im zu seinem haubt.

5v Ein nachraisen mit ainem schnit.

Item steest du mit deinem linggen fuß vor in dem underhaw, und er dir oben auff deine hend sitzt,
so tritt mit deinem rechten fuß hinnach, und fall Im krumb ein auff dein lingge seitten. Felt
er dir krumb ein, und du mit deinem linggen fuß vorsteest, so verfall behend, unnd trit mit
deinem rechten schenckel hinnach, haw Im damit oben zu dem kopff seiner rechten seitten. Wann er
dir das versetzt, so haw Im von unden zu seiner linggen seitten mit deiner langen schneid. Inn
dem tritt zurügk, und haw Im oben lang ein zu dem kopff. Raist er dir nach, so setz Im den
ort in sein prust. Setzt er dir den ort ab, so haw dich mit gestrackten armen von Im zurügk.
Hawt er sich also zurügk, so Raiß Im zwifachnachmit schritten und mit häwen, unden unnd
oben, wa er dir werden mag.

6r Ein anders Nachraisen.

Item wann du mit deinem linggen fuß vorsteest, so haw von deiner rechten achsel, und trit mit deinem
rechten fuß hinnach, haw Im gestrackt lang ein zu dem kopff. Hawt er dir lang ein zu deinem haubt,
unnd du mit deinem linggen fuß vorsteest, so sitz Im auf mit der kurtzen schneid, und trit mit dem rechte
fuß hinnach, wind Im zu seinem linggen Or, das dir das gehiltz vor deinem haubt stee. Wirt er des
windens gewar, und versetzt dir das, so heng und lauff durch mit deinem schwert, und haw Im zu der
rechten plösse. Sucht er dir deine plössen also, so haw Im entgegen mit deiner langen schneid, unnd
setz Im das ab unden und oben. Streck deinen leib und arm wol, und such Im mit deinem ort dy plösse
seines gesichts oder der prust. In dem haw Im mit der Zwirch zu seinem kopff mit gecreutzgiten ar-
men. Zwircht er dir also, so versetz Im das mit deiner langen schneid, und wind Im die kurtz schneid
zu seinem linggen or. Zuck deinen rechten fuß wider, und haw Im zu seinem rechten or.

6v Ein nachraisen mit dem hangenden ort.

Item stand mit dem linggen fuß vor, und haw von deiner linggen achslen auff sein rechte seiten hinein
zu dem kopff. Wann er dir dann also zuhawt, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, so fall in das
hangend ort, und laß die schwech deines schwerts lauffen, spring Im hinder sein rechte seitten, und schlag
In zu dem kopff. Versetzt er dir das, oben duplier, unden mutier, und setz Im den ort an den hals.
Setzt er dir seinen ort also an, so verscheuß Im den mit deiner langen schneid. Volg mit deinem rechten
schenckel hinnach, und haw Im von unden ein zu seinem rechten arm. Versetzt er dir das, so trit mit
deinem linggen fuß für seinen rechten, und schlag In mit einem dopleten feler zu seiner schaittel, hawt
er dir also von oben ein, so versetz Im das, und wind Im mit deiner kurtzen schneid an sein lingg Or. Inn
dem laß ab, und haw Im widerumb ein zu seiner linggen seitten mit deiner langen schneid.

7r Ein anders Nachreisen.

Item wann du mit deinem rechten fuß vorsteest, so halt dein schwert gestrackt vor deinem gesicht, das
die kurtz schneid gegen dir stee, und tritt mit deinem linggen schenckel hinnach. In dem wind Im zu
der prust. Versetzt er dir den ort, so zuck, und haw oben ein zu der nechsten plösse. Hawt er dir dann
also ein, so setz deinen linggen fuß für, und spring mit deinem rechten fuß wol auf sein lingge seiten,
und fall in den Creutzhaw. Versetzt er dir den, so trit mit deinem rechten schenckel zurügk, unnd
haw Im zu seinem linggen arm. So er dir also zuhawt, so versetz Im das mit dem Krumphaw, das
er sich an deinem schwert abhawt. In dem trit mit dem rechten fuß hinnach, und haw Im oben zu
dem kopff. Hawt er dir also oben ein, so setz Im das krumb ab mit deiner kurtzen schneid auf dein
rechte seitten, schneid In damit zu der oberen plösse.

8v Ein Nachraisen von der rechten seitten.

Item steest du mit deinem rechten fuß vor, und heltst dein schwert an deiner prust, den ort gegen seinem
gesicht. So trit mit deinem linggen schenckel hinein, unnd schrenck dich mit gecreutzgiten armen Inn die ver-
setzung, tritt mit deinem rechten fuß hinnach, und haw Im von oben zu siner rechten seitten. Hawt er dir
also oben ein, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, und das schwert an deiner rechten seitten mit gestreck-
ten armen mitten auf den mann fuerst, so trit mit deinem linggen fuß hinnach, und halt das gehiltz für
dein haubt, das der ort zurügk stee mit gecreutzgiten armen, und haw Im zu seiner rechten seitten.
Versetzt er dir das, so raiß Im zu seiner linggen seitten mit deiner kurtzen schneid. In dem wind dich
übersich auff in der Rosen (?) an seinem schwert, und haw dich in die Zwirch mit gecreutzgiten armen zu
seiner rechten seitten seines kopfs.

8r Ein Obers vnnd ein vnders Nachraisen.

Item steest du mit deinem linggen fuß vor, und das schwert an deiner rechtem prust hast, die lang schneid
gegen dem Mann gewendt, So trit mit deinem rechten schenckel hinein, verfall auff sein lingge seitten,
und haw Im wider ein daselbst mit der langen schneiden. Steest du dann mit dem rechten fuß vor, so
nimb den haw mit halben schneide hinwegk, und volg mit dem linggen schenckel hinnach, und haw Im zu
dem rechten or. Wirt er des haws gewar, und versetzt dir den, So wind dich in die zwirch auff sein
lingge seitten. In dem verfall, unnd haw Im zwifach zu seiner linggen seitten. Hawt er dir also
doplet ein, so versetz Im das mit deiner langen schneid. In dem trit mit deinem echten schenckel hinach,
unnd schneid Im mit der kurtzen schneiden nach seinem hals, wend dich damit in den langen schnitt,
unnd schneid In zu kopff unnd zu leib.

8v Ein überlauffen mit ainem Schwert nemen.

Item haw dich mit dem rechten schenckel gestrackt hinein. Und so er gegen dir auch oben einhawet, so trit
mit deinem linggen schenckel hinnach, und wind dich mit deinem knopff auff dein rechte seitten, über sein
arm hinein. Rück In auff dein rechte seitten, so nimbst du Im das schwert. Begert er dir dann das
schwet zunemen, so setz deinen linggen schenckel für seinen rechten. Laß Im damit dein schwert gut-
willig, stoß In behendigelich an sein lingge achsel. Rück Im seinen rechten schenckel mit deinem linggen
hindersich zurügk, so würfst du In hinfür auff sein angsicht. Will er dich also auff das angsicht
werffen, so zuck deinen rechten schenckel bald zu dir, tritt damit hinder deinen linggen, und schneid
Im nach seinem kopff. Begert er dich also zuschneiden, und baide schwerter hat, So greiff mit deiner
rechten hand an seinen linggen elnbogen, und mit deiner linggen hand nach seinem lingg kniepug
so würfst du In über unnd über.

9r Ein überlauff mit ainem Schwertnemen.

Item tritt mit deinem rechten schenckel hinein, und haw Im oben krad zu dem kopff. Volg mit deinem
linggen schenckel hinnach, unnd haw Im zu der rechten seitten. Hawt er dir also ein, so wind dich
mit dem knopff über seine arm hinein, und wend dich auff dein linggen seitten, so nimbst du Im
das schwert. Begert er dir das schwert also zunemen, So setz deinen rechten fuß für seinen linggn
und würff In behendigelich, oder setz Im mit der linggen hand oben an, und zuck die recht gegen dir,
so brichst du Im den arm. Will er dir den arm also brechen, so laß dein schwert fallen, greiff
Im mit deiner linggen hand auff sein rechte, und mit deiner rechten under sein rechte uchsenn,
und nimb Im auff die achsel, so magst du In werffen oder hinwegk tragen mit sambt einem arm-
bruch.

9v Der Oberhaw mit dem Schwertnemen.

Item wann du mit dem zufechten zu dem Mann kombst, so setz deinen rechten Schenckel hinfür, volg mit dem
linggen hinnach, und haw Im lang ein zum kopff. Hawt er dir also ein, und du mit deinem lingg fuß
vorsteest, so versetz Im den oberhaw, und tritt mit deinem rechten schenckel hinnach, und greiff Im
mit deinem linggen arm über seinen rechten Inwendig in das hefft. Reiß darmit an dich auff dein
lingge seitten, so ist Im das schwert genomen. Hat er dir das schwert also genomen, so setz Im dein
lingge hand an seinen rechten elnbogen, und die recht an seinen linggen, scheub In damit von dir. Scheubt
er dir also von Im, so laß baide schwerter fallen, und spring in dem gschwind zurügk. Lauff Im mit
deinem kopff zu seinen gewechkten. In dem erwisch seine baid fueß mit geschrenckten armen, heb
damit übersich, unnd stell In auff den kopff.

10r Ein Obrer vnd ein vndrer Ort.

Item stand mit deinem rechten fuß vor, und fuer den ort auff den mann von deiner linggen seittenn
zu seiner prust. Wirt er des orts gewar, und versetzt dir das, so wind dich auff in die zwerch mit deinem
linggen schenckel hinfür, trit mit dem linggen fuß hinumb auff dein rechte seitten, und haw Im
dem linggen or zu. Hawt er dir also ein, so verscheub Im die Zwirch, das dein lingger fuß vorstee,
und haw Im oben zu dem kopff. Versetzt er dir das, so wind Im den ort zu seinem gesicht, oder der
prust. Wirt er des orts gewar, so wind dich in das hangend ort, das dein rechter fuß vorstee, und
haw Im mit der zwirch zu seiner linggen seitten seines kopffs. Hawt er dir also zu, so versetz
Im das mit dem krumphaw. In dem schneid Im nach seinem haubt. Wirst du es schnits also ge-
war, so schneid auff sein rechte seitten. In dem tritt mit deinen rechten fuß hindersich, unnd
wind dich in die Zwirch zu seinem linggen or.

10v Ein obers einwinden mit ainem Oberhaw.

Item stee mit deinem rechten fuß vor, und haw Im zu der oberen plösse. Hawt er dir dann entgegen, so
versetz Im den haw, unnd wind Im die kurtz schneide an sein rechte Or. Versetzt er dir das, so wind dich
gegen Im in das hangend ort, das das gehiltz vor deinem haubt stee. Windt er sich also in das hangent
Ort, so gang Im entgegen mit ainem schaitler haw. Versetzt er dir den, so fall aus dem schaitler Inn
den krumphaw, und schneid In durch das maul, oder wa er dir werden mag. Wirst du des schnits
gewar, so sitz Im wider krumb auff sein schwert, damit hast du Im den schnit brochen, und magst In
auch zu dem haubt schneiden. So er dir deinen schnit also gebrochen hat, und dich zu deinem haubt
schneidt, so tritt mit dem linggen schenckel zurügk, unnd wind dich auf mit dem gehiltz für dem
haubt. In dem haw Im zu seiner rechten seitten.

11r Ein obers vnd ein vnders einschiessen.

Item so du mit deinem rechten fuß vorsteest, und er mit seinem linggen gegen dir, und dir den ort ein-
scheust gegen deinem gesicht oder der prust, so haw du Im über all sen versatzung oben zu dem kopff
unnd trit mit deinem linggen schenckel hinnach, heng und wind Im damit zu der nechsten plösse. Hengt
und windt er dir dann zu dem kopff, so trit mit deinem rechten schenckel für seinen linggen, und haw
der linggen seitten zu. Wirt er des haws gewar, so tritt mit deinem linggen schenckel zurügk,
und wind dich in das hangend ort, das dein gehiltz vor deinem haubt stee. In dem trit mit dem lingg
schenckel wider hinein, unnd wind Im deinen ort mit kreutzweisen henden, von deiner linggen zu
seiner rechtenn seitten seines gesichts, Versetzt er dir das, so volg mit deinem rechten schenckel hinach,
und haw Im krad oben ein mit deiner langen schneid.

11v Ein ort mit dem pflug abzunemen.

Item steest du mit deinem linggen fuß vor mit geschrenckten armen vor deinem angesicht, das ort gegen
dem mann steet, so trit mit deinem rechten fuß hinnach, und wind Im den ort in das gesicht, stand gegen
Im in dem pflug mit dem rechten fuß vor. Wirst du des orts gewar, so volg mit deinem linggen fuß
hinnach, und wind Im den ort ab auff dein rechte seitten, haw Im damit zu der oberen plösse. Wirt er
des haws gewar, und versetzt dir den, so haw Im mit der Zwirch zu seiner rechten seitten mit gecreutzgite
armen. Hawt er dir also zu deiner rechten seitten, so setz deinen rechten fuß für, heng dein klingen auff
dein rechte seitten, so verhawt er sich. In dem volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und haw Im zu
der oberen plösse. Hawt er dir also oben ein, so versetz Im das mit deiner langen schneid. In dem far auf
für dem haubt, und setz Im mit dem schnit an sein linggen arm bej deinem kreutz, scheub In damit
auff sein rechte seitten, so magst du In auch schneiden.

12r Zway Örter daraus zway winden gond.

Item steest du mit dem rechten fuß vor, und fuerst den ort auff den mann, so volg mit deinem linggen
schenckel hinnach, und wind Im den ort in das gesicht oder der prust mit geschrenckten armen.Versetzt er
dir das, so trit mit deinem linggen schenckel hindersich, und wind dich in das brechfenster, das dein gehiltz
vor deinem haubt stee. Legt er sich also in das brechfenster, so wind aus der Rosen den ort in sein ge-
sicht, das dein rechter fuß vorstee, und trit mit deinem linggen schenckel hinnach, setz deinen rechten
fuß hinder seinen linggen, und wind Im mit der kurtzen schneide zu seinem haubt. Inn dem haw
mit langer schneid nach seinem rechten arm. Hawt er dir nach deinem rechten arm, so volg mit deinem
linggen fuß hinnach, und sitz Im krump auff sein schwert, und schneid In damit zu kopff unnd zu Leib.
Begert er dich also zuschneiden, so bis (?) wider krumb, unnd haw Im damit zu der rechten plösse.

12v Ein durchlauff mit ainem ringen.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so haw Im oben zu dem kopff, und trit mit deinem
rechten fuß Inwendig für seinen rechten. Versetzt er dir das, so laß dein schwert hinden über deinen Rügge
abfallen. Lauff mit deinem kopff (?) durch seinen rechten arm, und greiff Im mit deiner rechten hand umb
seinen leib hinumb zu seiner linggen seitten, unnd mit deiner linggen hand nach seinem rechten knie-
bug, so würfst du In. Wilt du das brechen, so laß dein schwert fallen, und fall Im it deinem rechte
arm oben über seinen linggen, so magst du In damit heben. Hat er dich also gefaßt, so zück deinen
rechten schenckel zurügk, laß dein rechte hand von seinem leib, und greiff Im damit nach seinem rechten
kniebug, stoß Im mit deiner linggen hand in sein brust, so würfst du In zurügk.

13r Ein zucken zu halbem schwert mit ainem ort.

Item wann du mit deinem linggen fuß vorsteest, und mit gecreutzgiten armen das schwert vor deinem
haubt heltst, den ort gegen seinem gesicht, so tritt mit deinem rechten fuß hinnach, und wind Im den ort
zu dem gesicht oder der brust. Windt dir ainer also ein, so stand mit deinem rechten fuß vor, und setz
Im den ort krumb ab auff sein rechte seitten. Setzt er dir dann den ort krumb ab, so zuck dein schwert
zu halber klingen an dich, unnd scheuß Im den ort wider mit der kurtzen schneiden ein zu seinem gesicht.
Versetzt er dir das, so trit mit deinem linggen fuß hinnach, und haw Im oben lang ein zu der nechste
plösse. Hawt er dir also lang ein, so versetz Im das mit deiner langen schneid, volg mit deinem
linggen schenckel hinnach, unnd haw Im mit der Zwirch mit gecreutzgiten henden zu seinem rechten
arm.

13v Ein ringen im Schwert mit ainem wurff.

Item wann du mit dem zufechten zum mann kombst, so setz deinen linggen schenckel zwischen seine baid
fueß, unnd laß die lingg hand von deinem schwert, greiff Im under seinem linggen arm umb seinen
Leib hinumb zu seiner linggen seitten, und laß In auff die hüff, und trag In hinwegk, oder würff In
von dir auff das angsicht. Wilt du aber das brechen, so fall Im mit deiner linggen hand umb seinen
hals, und mit deiner rechten hand umb seinen fuß, so magst du In auch werffen.

14r Ein stoß aus dem haggen.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so tritt mit deinem rechten fuß hinein, und haw
Im oben zu dem kopff. Hawt dir dann ainer also ein, so versetz Im das, und zauch seinen rechten schenckell
mit deinem linggen zu dir. Laß dann die lingg hand von deinem schwert, gang Im under seinem rechte
arm hinein, und setz Im an das kin, stoß In damit oben von dir. Setzt er dir dann an das kin, und will
dich also werffen, so laß dein schwert fallen, nimb den rechten arm, und setz Im an sein linggen elen
bogen, ergreiff Im mit deiner linggen hand sein lingge vornen, und wend dich auff dein rechte
seitten, so brichst du Im den arm. Will er dir den arm also brechen, und du dein schwert in deiner
rechten hand hast, so stoß In mit deinem knopff zu seinem rechten elnbogen, so wirst du deines
linggen arms ledig.

14v Ein eingeen mit ainem ringgen.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so setz deinen rechten schenckel hinfür, und haw Im oben
lang zu dem kopff. Laß dein lingge hand von deinem schwert, unnd setz Im an seinen rechten elenbogen. Volg
mit deinem linggen schenckel hinnach, und scheuß Im von dir. Scheußt er dich also von Im, und du mit deinem
linggen fuß vorsteest, so fall Im mit deinem linggen arm in sein rechten, und wind seinen rechten arm, under
dein linggen uchsen, und setz dein rechten fuß für seinen linggen, gang Im mit deinem rechten arm hinder seinen
hals, unnd reiß In mit deinm schwertß knopff under dich. Begert er dich also mit seinem knopff undersich
zureissen, so rück dich mit deinem hals, so reißt er umbsonst. In dem fall mit deinem kopff über seinen
linggen arm, und nimb deinen knopff mit deiner linggen hand unden wider, trück damit starck under-
sich, so schneidst du In durch seinen kopff.

15r Ein wurff im Schwert.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so Zwirch Im oben zu dem kopf mit deiner linggen
schneiden. In dem laß dein schwert fallen, und greiff Im zwischen seinen armen mit deiner rechte hand
an seinen hals hinumb auff sein rechte seitten, tritt mit deinem linggen schenckel hinder seinen linggen,
unnd zeuch unden zu dir, wurff In damit auff dein rechte seitten. Hat er dich also gefaßt unden und oben, und
begert dich zu werffen, so truck Im seine arm mit deinen armen zusamen, so brichstu's Im. Hat er dir deine
arm also gefaßt, und begert dir's zubrechen, so trit mit deinem rechten fuß Inwendig für seinen linggen.
In dem thu deine arm gwaltig voneinander, und nimb Im sein schwert aus seinen henden, wend dich da-
mit auff dein rechte seitten, und schneid In mit langer schneid von oben.

15v Ein überlauffen mit ainem Ringen.

Item Wann du mit dem zufechten zu dem Mann geest, und steest mit deinem linggen fuß vor, so haw Im
krumb ein, volg mit deinem rechten schenckel hinnach, und zwirch Im zu der anderen seitten. Wirt er der
Zwirch gewar, und versetzt dir die, so fall Im mit deinen baiden henden zwischen seinen armen ein, das dein
rechte hand oben auf seinem hefft stee, und wechsel mit deiner linggen hand under sein rechte widerumb zu
dem knopff, und rück In damit zu dir. Rückt er dich dann also zu Im so tritt mit deinem rechten fuß hinder
seinen linggen, und laß dein schwert fallen, greiff mit deiner linggen hand under seinen linggn schenckel
und mit deiner rechten vornen an seinen hals. In dem würff In behend hinder dich.

16r Ein vnderhaw mit ainem Schwertnemen.

Item wann du mit dem zufechten zu dem Mann kombst, so haw dich in den underhaw, und trit mit deiner
rechten fuß hinfür, das die lang schneid übersich stee, volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und scheuß
Im den ort zwifach zu dem gesicht oder der prust. Versetzt er dir den ort, so verfall in den underhaw, das
dein gehiltz vor deinem haubt stee. Steet er also vor dir, so sitz Im krump auff sein schwert, das dein rech
ter fuß vorstee, und greiff mit deiner linggen hand zu den baiden klingen oben hinfür. Reiß damit
von deiner rechten auff dein lingge seitten. So nimbst du Im das schwert. Begert er dir das schwert
also zunemen, so laß Im's, und tritt mit deinem rechten schenckel hinnach, greiff mit deiner linggen
linggen hand nach seinem rechten elnbogen, und mit deiner rechten nach seiner rechten kniepug, heb da-
mit vest übersich, so stost du In zurügk

16v Ein ringen mit ainem schnit.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann geest, und steest mit deinem rechten fuß vor, so haw Im der
schaittel zu. Hawt er dir dann entgegen, so versetz Im das, und haw Im mit gecreutzgiten armen zu seiner rech-
ten seitten seines kopffs hinein. Hawt er dir dann also ein, so versetz Im den haw , und laß dein schwert fallen,
tritt mit deinem rechten fuß außwendig für seinem rechten. Laßt er das schwert fallen, so schneid In durch
das angsicht, oder wa er dir werden mag, und greiff mit deiner rechten hand an seinen rechten elenbogenn,
und mit deiner linggen vornen auf das glaich, so brichst du Im damit den arm ab. In dem zeuch an dich,
so magst du In auch werffen.

17r Ein einfallen mit ainem schnit.

Item haw dich in den Windhaw, und wend dich aus dem Windhaw in den underen schnit gegenn seiner
rechten seitten. Wirst du des schnits gewar, so tritt mit deinem rechten fuß hinein, verscheub Im den
schnit mit deiner langen schneiden, und in dem verschieben, so fall In mit der linggen hand zwischenn
seine baid hand in das gehiltz. In dem verker die recht hand, und erwisch Im sein schwert mit halber klingn,
unden mit sambt dem deinen, also zucktstu's Im aus seinen henden, schneid In oben oder unden, dann
du hast baider schwerter örter. Will er dich dann also schneiden, und baide schwerter zusamen gefaßt
hat, so laß deine hand vom schwert, und trit mit deinem linggen schenckel hinder seinen rechtenn,
greiff mit geschrenckten armen nach seiner waich, so wurffst du In mit sambt baiden schwertern.

17v Ein schnit durch die hend.

Item so du mit dem zufechten zu dem Mann kombst, so setz deinen rechten schenckel hinfür, unnd thu
sam wöllest du der oberen plösse zuhawen. In dem verfall, und haw wider unden ein zu seiner rechtenn
seitten. Versetzt er dir das, so tritt mit deinem linggen schenckel hinder deinen rechten, verwend dich Inn
die zwirch, das dein gehiltz vor deinem haubt stee, unnd haw Im zu der oberen plösse. Hawt er dir
dann also oben ein, unnd du mit deiner rechten fuß vorsteest, so laß dein rechte hand von deinem
hefft, greiff damit in dein halbe klingen, und mit der linggen hand rück zu dem kreutz hinten,
und versetz Im damit den haw zwischen deinen baiden henden in deiner schwerts klingen, und erwisch
Im mit deiner baiden henden sein schwertklingen unden und oben, wend dich damit auff dein
lingge seitten, so schneidst du In.

18r Zwen schnit von oben vnd von vnden.

Item wann du mit dem zufechten zu dem Mann kombst, und steest mit deinem rechten fuß vor, so
haw dich in den Wechsel, und wind dich in den rechten fligelhaw, das dir das gehiltz vor deinem
haubt stee, setz Imden schnit auff seiner linggen seitten über seine baid arm. Hat er dir also
angesetzt mit dem schnit, so trit mit deinen linggen schenckel hinein, und sitz Im starck auff auß-
wendig auff sein baid arm, so brichst du Im den underen schnit mit deinem oberen. Volg mit deinem
rechten fuß hinnach, und fall Im krumb über seine arm. Felt er dir also krumb ein, so laß die
schwech deines schwerts lauffen, tritt mit deinem linggen fuß hinein, und haw Im oben mit langer
schneid zu seinem kopff, wind Im mit deiner kurtzen schneid an seinen hals, und scheub von dir,
so mag er zu kainer arbait komen vor dir.

18v Zway lange örter aus der langen schneid.

Item wann du zu dem Mann kombst, so trit mit deinem rechten schenckel hinein, und haw Im mit deiner
langen schneiden nach seinem rechten arm. Versetzt dir das, so wind dich in das hangend ort, das dir
das gehiltz vor deinem haubt stee, trit mit deinem linggen fuß auff dein lingge seitten, unnd haw
dich in den kreutzhaw mit gecreutzgiten armen auff sein rechte seitten. Hawt er also gegen dir, unnd
du mit deinem linggen fuß vorsteest, so setz Im den haw mit der kurtzen schneiden ab. Volg mit deinem
rechten fuß hinnach, unnd haw Im zu der schaittel. Hawt er also der oberen plösse zu, unnd du mit
deinem linggen fuß vorsttest, so versetz Im das mit deiner langen schneid, volg mit deinem rechten schenckel
hinnach, unnd zwirch Im zu dem kopff zu seiner linggen seitten. Wirst du des haws widerumb ge-
war, so nimb In mit dem krumphaw hinwegk, und haw Im oben zu dem kopff mit langer schneid.

19r Ein Obrer schnit mit dem Schaitler.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so tritt mit deinem linggen fuß hinfür, unnd
haw Im lang ein zu seiner rechten seitten über seine baid arm, so magst du In schneiden unden oder oben.
Hawt er dir dann also ein, so stee mit deinem linggen fuß vor, und nimb den schnit mit dem krumphaw
hinwegk auf dein lingge seitten, und schneid In auch durch den kopff auff sein rechte seitten. Ver-
setzt er dir das fürbaß, so nimb ein zwifachen feler zu baiden seitten. In dem haw Im mit gecreutz-
giten armen nach seinem rechten or. Wirst du des haws gewar, so versetz Im den mit langer schneid, und
laß die schwech deines schwerts lauffen, haw Im damit nach seinem rechten arm, trit
zurügk, und wind dich in das hangend ort, volg in dem mit dem linggen schenckel hinnach,
unnd stich Im den ort zu der prust.

19v Der ander Oberschnit.

Item wann du mit deinem linggen fuß vorsteest, und hawst Im also lang ein neben seinem rechten
Or über seine baid arm, so volg mit deinem rechten fuß hinnach, und haw Im mit der zwirch zu seiner
linggen seitten. Hast du dann den Zwirch gehawen, so zuck dein schwert frey auf über dein haubt,
und thu als wöllest du Im zu der schaittel einhawen. In dem trit mit deinem linggen schenckel
hinumb auff sein rechte seitten, unnd schneid In über seine arm. Schneidt er dich also über deine
arm, so versetz Im den schnit mit langer schneid, und wend dein schwert mit der kurtzenn
schneiden an sein klingen, haw Im damit nach seinem haubt. Würst du des haws gewar,
so versetz Im den mit deiner langen schneid. In dem scheuß Im mit gekreutzgiten armen
aus dem ochsen in sein gesicht, oder der prust. Versetzt er dir das, so spring mit deinem
linggen fuß auff sein lingge seitten, unnd haw Im mit der zwirch zu seinem kopff.

20r Ein verkerter Schnit mit ainem ansetzen.

Item wann du in dem zufechten bist, und Ir baid zusamen kombt, das dein lingge fuß vorsteet.
So nimb der plösse seines linggen arms mit deinem schnit war, und setz Im mit der lang schneid
an, das Im das Creutz an dem elnbog stee, und scheub In also von dir. Scheubt er dich dann also von
Im, so nimb deinen linggen schenckel, und vertree dich auff deinem rechten, so geest du Im aus dem
schnit, haw darmit zu seiner rechten seitten oben zu seinem kopff, so kombt dein lingger schenckl
in dem haw wider hinfür. In dem volg mit dem rechten fuß wider hinnach, und haw In aus der
hut vom tag mit langer schneid zu seinem kopff. Versetzt er dir das, so haw Im mit ainem fligel-
haw zu seinem rechten arm von unden ein, fert er dem haw nach, und will In verschieben, so haw
Im mit kurtzer schneid zu der oberen plösse. Hawt er dir also ein, so stee mit deinem linggen fuß
vor, und zwirch Im zu seiner rechten seitten seines kopffs.

20v Ein anderer verkerter Schnit.

Item wann Ir baid mit dem zufechten zusamen komend, so nimb der plösse seiner arm eben war
und setz Im mit der langen schneiden an seiner rechten arm seiner rechten achsel zu, mitt deinem
kreutz under sein rechte uchsen, und scheub In also für dich hinaus. Scheubt er doch also von Im, und
du deine hand kreutzweis vor deinem haubt hast, so tritt mit deinem rechten schenckel für dich
weit hinaus, wend dich mit dem linggen zurügk, und stich Im deinen ort in sein gesicht. Versetzt
er dir den stich, so nimb In des behendigelich für dich und haw Im zu den vier plössen unden
und oben. Sucht er dir deine plösse also, so heng und wind aus dem pflug, und haw Im starck
von oben ein. Versetzt er dir das, so volg mit deinem rechten schenckel hinnach, oben duplir
unden mutier, und stich Im damit seine plösse auch.

21r Der erst Vnder schnit.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so hab acht ob er hoch oder nider gegen dir
sticht. Geet er hoch gegen dir mit seinen armen, so schneid In unden. Geet er aber nider mit seinen
armen gegen dir, so schneid In oben. Steest du dann gegen Im mit deinem linggen fuß vor, und
er dich unden schneidt, so trit mit deinem linggen fuß zurügk, und setz Im die lang schneid
auff sein schwert, so hast du den underen schnit gebrochen, und magst arbaitten was du wilt, undn
oder oben zu seiner plöß. Inn dem haw Im nach seinem rechten Or mit gecreutzgiten armenn.
Versetzt er dir das, so zuck dein schwert zu halber klingen an dich, unnd thu alls wöllest du
wider hawen. In dem wind dich mit gecreutzgiten armen, und stich In mit deinem ort wider
zu seinem gesicht von deiner linggen auff sein rechte seitten.

21v Der ander Vnder Schnit.

Item wann Ir baid mit dem zufechten zusamen komend. So nimb der plössen seines leibs war
unden unnd oben. Hawt er dir dann zu dem kopff oben ein, so schneid in unden durch seine arm.
Schneidt er dich unden, so trit mit deinem linggen schenckel für seinen rechten, und haw dich in die
Zwirch mit gecreutzgiten armen, so schlechst du In zu seiner rechten seitten seines kopfs, unnd
spring mit deinem rechten fuß auff sein rechte seitten aus der zwirch, und haw dich lanng
von Im hinwegk. Hawt er sich also von dir hinwegk, so raiß Im zwifach nach mit schniten unnd
mit häwen, und haw mit langer schneide der oberen plösse zu. Hawt er dir also oben ein, unnd
du hast dich zurügk getzogen, So tritt mit deinem linggen schenckel wider hinein. In dem wind
unnd heng über dein haubt auff mit deiner klingen auff dein rechte seitten, so geet sein haw
hinwegk auff deiner klingen, haw Im damit oben zu dem kopff.

22r Ein obers hengen von baiden seitten.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, So stand mit deinem rechten fuß vor,
und halt dein schwert an deiner rechten seitten mit dem gehiltz vor deinem haubt, volg mit deinem
linggen schenckel hinnach, und wind Im aus dem hengen in sein gesicht mit Creutzweisen henden
mit deinem ort. Windt er dir den ort also ein zu dem gesicht, und du auch in dem hengen gegn
Im steest, deinen rechten fuß fürgesetzt -, so volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und ver-
scheub Im das winden mit gecreutzgiten henden mit deiner langen schneide auff dein rechte seitten,
laß die schwech deines schwerts lauffen, und haw Im oben ein. Versetzt er dir das, so Zwirch Im zu
seiner rechten seitten. Versetzt er dir das fürbaß, so volg mit deinem rechten schenckel hinnach,
unnd zwirch Im zu seiner linggen seitten seines kopffs. Zwircht er dir also zu baiden seitten, so
sitz Im krumb auff sein schwert, und schneid In zu seinem haubt.

22v Ein anders ober hengen.

Item wann du mit dem zufechten zum mann kombst, so stee mit deinem linggen fuß vor mit ge-
creutzgiten armen, das dir der ort auff dein lingge seitten gen der erden heng, tritt mit deinem
rechten fuß hinein, und wind Im dein ort in sein angsicht, das dir das gehültz vor deinem haubt
stee. Windt er dir den ort also in dein gesicht, so nimb seinen ort mit der kurtzen schneiden hinwegk
auff dein lingge seitten, volg mit deinem rechten fuß hinnach, und schneid in durch den kopff. Be-
gert er dich also zuschneiden, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, So setz Im das ab mitt
deiner kurtzen schneid. In dem volg mit deinem linggen fuß hinnach, und schneid Im mit deiner
kurtzen schneid auch nach seinem haubt. Versetzt er dir das, so wind Im mit deinem knopf über
sein rechten arm, wend dich damit auff dein lingge seitten. In dem ker widerumb auff dein
rechte seitten, so schneidst du In durch seinen kopff.

23r Das Brechfenster von baiden seitten.

Item schick dich also in das Brechfenster, stand mit deinem rechten fuß vor, und halt dein gehiltz vor
deinem haubt, das dein daumen unden stee, den ort in der höhe auff dein rechte seitten, unnd sich
mit deinem angesicht zwischen deinen armen hinaus auf den mann, verfall auff dein rechte seiten
mit dem schwert, trit mit deinem linggen fuß hinein, und haw Im gewaltig zu dem kopff. Hawt
er dir also oben ein, und du auch in dem Brechfenster ligst, und steest mit dem linggen fuß vor,
so versetz den haw mit deiner langen schneiden mit kreutzweisen henden, und volg mit deinem
rechten fuß hinnach, verfall mit der kurtzen schneiden, und haw Im auff sein lingge seitten
seines kopfs. Hawt er dir also zu, so setz Im das ab mit deiner kurtzen schneid. Volg mitt
deinen rechten schenckel hinnach, unnd wind Im die kurtz schneid an sein lingks Or.

23v Zway winden mit sambt Iren örtern.

Item schick dich also in das winden. Stand mit deinem rechten fuß vor, das dein kurtze schneid gegen
dir gewendt sey, der ort auff den mann in sein angesicht, und volg mit deinem linggen schenckel
hinnach, wind dich in den krumphaw mit deiner kurtzen schneid übergeschossen über sein schwert,
und haw Im mit deiner langen schneid zu seinem haubt. Steest du dann auch also mit dein rechte
fuß in dem winden gegen Im, und er überscheust dir, und hawt dir oben ein, so laß die winden
doppelt lauffen, und haw Im mit der langen schneid entgegen gegen seinem haw, volg mit dem
linggen fuß hinnach, so magst du darnach arbaitten, haw, stich und schnit. Fuert er also haw und
stich auff dich, so versetz Im die mit dem krieg, und arbait mit Im schwech und sterck umb das vor
unnd umb das nach.

24r Zway einwinden an dem Schwert.

Item schick dich also mit dem einwinden. Stand mit deinem linggen fuß vor, und halt die kurtz schneide
gegen dem mann mit Creutzweisen henden, die lingg hand über dein rechten arm, und wind dich durch
in den Rosen. In dem verfall auff dein lingge seitten, trit mit deinem rechten schenckel hinein, und wind
In zu seinem gesicht. Windt er dir dann also zu deinem gesicht, und du auch gegen Im in dem ein-
winden steest, deinen rechten fuß fürgesetzt, So wend dein lange schneiden an sein lange und verfall
mit der kurtzen auff dein rechte seitten undersich, trit zu Im wol hinein in den bundt. Wilt du nit
unden verwundt. In dem wind dich widerumb durch, und verker dein hand, greiff widerumb zu
dem knopff, das du in dem Einkiren standest, und stich Im mit deinem ort nach seinem gesicht
oder der prust.

24v Ein dopelts winden daraus ein hengen geet.

Item schick dich also in das winden. Stand mit deinem linggen fuß vor, und halt dein schwert mit der flach auff
deinem linggen schenckel mit gecreutzgiten henden, das der ort gegen dem mann stee. Hawt er dir dann ab
zu dem kopff, so tritt mit deinem rechten schenckel hinein, und wind dein schwert auff dein rechte seitten, mitt
dem gehiltz vor deinem haubt, so versetzst du Im den haw. Spring mit deinem linggen schenckel hinder seinen
rechten, und haw Im mit dem Creutzhaw zu dem kopff. Hawt er dir also zu deiner oberen plösse, und du
mit deinem linggen fuß vorsteest, so versetz Im den Creutzhaw mit deiner langen schneid. Reiß mit deinem
rechten fuß hinnach, und schneid Im zu kopff unnd zu leib. Begert er dich also zuschneiden, so verscheub Im das
kurtz unnd lang, und arbait mit dem winden gegen Im nach der waich und nach der hert, von ainer plösse
zu der andern.

25r Ein abwinden von Irer baider rechten seiten.

Item kombst du mit dem zufechten zu dem mann, in dem abwinden, und steest mit deinem rechten fuß vor,
So volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und wind die halb schneid undersich, scheuß Im den langen
ort in sein angsicht mit geschrenckten armen. Wirst du des orts gewar, und steest mit deinem rechtenn
fuß vor, So setz Ime also ab, tritt mit deinem linggen fuß hinein, und setz Im mit der kurtzen schneiden
krumb auff sein schwert, also ist Im der ort verschoben. Verscheubt er dir dein ort also, so wind dich ab
und haw Im über die arm hinein auff seinen kopff seiner rechten seitten zu. Hawt er dir also zu, So
versetz Im das. Inn dem volg mit dem rechten fuß hinnach, und haw Im mit kurtzer schneid nach seinem
haubt. Hawt er dir also kurtz und lang ein zu deiner rechten seiten, So versetz Im das auch mit kurtz
unnd langer schneid, volg mit dem rechten fuß hinnach, unnd stich Im die recht plösse.

25v Ein ort auf das wort In des.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, und er sein langen ort auff dich füert geg deinem
gesicht, oder der prust, so trit mit deinem rechten schenckel gegen Im, unnd setz Im den ort ab mitt deiner
langen schneiden. Hast du Im den ort dann also abgesetzt, so wind in dem behendigelich undersich, unnd
wechsel Im oben wider zu dem gesicht. Versetzt er dir das, so tritt mit deinem linggen schenckel hinein
mit gecreutzgiten armen, und haw Im zu seinem rechten or von oben. Hawt er dir also zu, und du mit
deinem rechten fuß vorsteest, so setz den wider zurügk, und Im deinen ort zwifach zu seinem gesicht
oder der prust. Versetzt er dir das fürbaß, so haw dich in den alber vom tag. Begert er dann zu
deiner obern plösse zuhawen, so wind dich auff mit gecreutzgiten henden in die versatzung, tritt
mit deinem rechten fuß hinein, In dem wind, und heng, und haw Im oben zu dem kopff.

26r Ein Ort gegen dem einschiessen.

Item haw dich mit dem zufechten also gegen dem mann. Setz deinen linggen schenckel für, und scheuß Im den
ort ein zu dem gesicht, oder der prust, das dein halbe schneid undersich stee. Steest du dann mit dem rechte
fuß gegen Im, und er den ort also auf dich fuert, über deine kreutzweise arm, und du Im also eingschosß-
st, so wend dein kurtze schneid auff dein rechte seitten, damit setzst du Im seinen ort ab, und magst
daraus arbaiten was du wilt, schwech und sterck, In des das wort mit merck. Begert er also mit
dir zuarbaitten waich und hert an deinem schwert, so nimb der plösse seines leibs oben war mitt
deinem ort, tritt mit deinem rechten schenckel hinnach, haw Im in des mit langer schneid nach
seinem haubt. Arbeit er also in des behendigelich auff dich, so versetz Im das mit dem krieg von ainer
seitten zu der anderen. In dem magst du zuhawen bringen haw, stich und schnit.

26v Ein ort gegen ainem obern Nachreissen.

Item wann du zu dem Mann kombst, so schick dich also. Stee mitdeinem rechten fuß vor, das dein
lange schneid übersich gewendt sey, das gehiltz vor deinem haubt, und fuer Im den ort gegen seinem g-
sicht, oder auf seinen hals. Fuert er dir seinen ort also gegen deinem gesicht oder der prust, so stee mit
deinem linggen fuß vor, und raiß Im oben lang nach zu seinem kopff mit aufgeweckten armen, volg mit
deinem rechten fuß hinnach, und wind dich in das hangend ort, haw Im damit wider oben lang ein
zu seiner rechten seitten. Hawt er dir also ein, so versetz Im das mit deiner langen schneid, tritt mitt
deinem linggen fuß hinnach, und haw In mit der Zwirch nach seiner rechten seitten seines kopffs.
Versetzt er dir die Zwirch, so zuck deinen haw, und haw Im behend wider ein. Hawt er also zwifach
auff dich, so tritt Im mit ainem falschen tritt aus seinem haw auff dein lingge seitten, und haw
Im zu der rechten.

27r Ein zucken von baiden seitten.

Item haw dich also in das zucken das dein lingger fuß vorstee, und haw Im zu der rechten seitten mit ge-
creutzgiten armen. In dem wind dein Schwert an dein rechte seitten, tritt mit deinem rechten fuß hinein,
und haw dich in das under zucken, das dein gehiltz vor deinem haubt stee, der ort gegen dem mann. Steest
du dann also gegen Im mit deinem rechten fuß vor, das die lang schneid gegen Im stet mit geschrencktenn
armen, so heng auff dein rechte seittenn, volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und haw Im oben zu der
schaittel. Versetzt er dir den haw, so haw dich in die Zwirch auff sein lingge seitten dem kopff zu. Zwircht
er dir also zu deiner linggen seitten, so setz Im das ab mit deiner kurtzen schneid, volg mit dem linggen
fuß hinnach, und haw Im nach seinem rechten arm. Versetzt er dir das, so wind Im nach seinem gsicht.
Wendt er dir also ein, so verscheub Im das mit deiner langen schneid. Volg mit dem rechten fuß hinnach
unnd haw Im zu der oberen plösse.

27v Ein zucken mit kurtzer vnd langer schneid.

Item schick dich also in das zucken. Stee mit gleichen fuessen aufrecht mit deinem leib, unnd heb das
schwert zwerchs vor dir mit außgeweckten armen, das die kurtz schneide gegen dir stee. Nimb den fligel
von deiner linggen seitten von unden hinein, volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und haw Im
zu seiner rechten seitten. Hawt er den fligel gegen deiner rechten seitten, und du mit deinem rechte fuß
vorsteest, so fall Im krumb auff sein schwert, und volg mit dem linggen fuß hinnach, so magst du In
auff baid seitten schneiden, zu kopff unnd zu leib, wa du wilt. Begert er dich also zuschneiden, so ver-
setz Im das mit dem winden an deinem schwert, volg mit deinem rechten fuß hinnach, unnd haw Im
mit kurtzer schneid nach seinem haubt. Inn des zuck dein schwert, und wind Im den ort zu seinem
gesicht, oder der prust. Setzt er dir das ab, so nimb das alle treffen zwifach, und haw Im damitt
zu seiner rechten seitten seines kopfs.

28r Ein anbinden mit ainem Schwertnemen.

Item wann Ir baid mit dem zufechten zusamen komend, und einander angebunden habt, so stee mitt
deinem linggen fuß vor, unnd greiff mit deiner linggen hand an seinen linggen elenbogen, und setz
deinen linggen fuß für seinen linggen, sostost du In zurügk, und magst wol on schaden von Im komen.
Begert er dich also zustossen, so laß dein schwert fallen, und laß dein lingge hand von seinem Schwert.
Zuck deinen linggen schenckel zurügk. In des bück dich, greiff mit deinen baiden henden nach seinem
linggen fuß, unnd zeuch damit an dich, so magst du In zurügk werffen. Will er dich also werffen,
so erwisch In bey seinem hals, und wend Im das angsicht gegen der Samen.

28v Ein krumbs aufsitzen von baiden seitten.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, Und Ir auch baid in die schwech eurer schwerter hawt,
So nimb seiner schwech war, und sitz Im krumb auff seine hand mit deiner kurtzen schneide mit kreutz
weisen henden, das dein lingger fuß vorstee. Ist er dir also krumb aufgesessen, und du mit deinem
linggen fuß vorsteest, so volg mit dem rechten hinnach, und haw krumb wider krumb, schneid Im da-
mit oben zu dem kopff zu seiner rechten seitten. Versetz Im den schnit, far auf mit der kurtzen schneiden
über dein haubt, unnd laß die schwech lauffen auff sein lingge seitten. Haw Im damit oben zu dem
kopff. Hawt er dir also oben ein, so versetz Im das mit langer schneid. In dem haw mit gecreutzgiten
armen nach seinem rechten or. Versetzt er dir das, so heng und wind. In des stich Im mit deinem ort
zu seinem gesicht oder der prust, unnd haw dich von Im zurügk.

29r Ein aufsitzen mit ainem einschiessen.

Item ann Ir mit dem zufechten zusamen komend,und baid von den oberhawen gelassen habt, und einand
legerend aufzusitzen, so setz deinen rechten schenckel hinfür, volg mit dem lingke hinnach, und sitz Im mit
der kurtzen schneid über seine baid hend, trück damit vast undersich zu der erden. Steest du dann mit dem
rechten fuß gegen Im, und er dir krumb aufgesessen ist, so zuck deinen rechten schenckel zurügk, und gee
auff mit deinem gehiltz für dein haubt, das der ort zurügk hang, und schlag Im starck von oben ein.
Versetzt er dir das, so wind dich in die Zwirch, und haw Im zwifach zu der linggen seitten ein. Rückt er
dir also dein lingke seitten ploß, so verscheuß Im das mit dem krumphaw. In des volg mit dem rechten
fuß hinnach, und schneid Im nach seinem haubt. Wirt er des schnits gewar, und nimbt dir den hinwegk,
so trit mit deinem linggen fuß zu seiner rechten seitten, und haw Im zwifach ein.

29v Die vnderhew mit Iren vnderen vberlauffen.

Item schick dich in das under überlauffen also, Stand mit dem rechten fuß vor, und halt dein schwert mitt
geschrenckten armen vor deinem angsicht, das die lang schneid oben stee, der ort gegen der Erden. Volg mit
deinem linggen fuß hinein, und haw im unden zu seiner rechten seitten mit gecreutzgiten armen. Steest
du dann mit dem rechten fuß gegen Im, und er dich unden begert überlauffen, so verscheub Im das
mit langer schneid, tritt mit deinem lingken fuß hinder seinen rechten, und haw Im oben zu der schaittel.
Hawt er dir also oben ein, so versetz Im das mit langer schneid, und wind dich in das ober hengen auff
dein rechte seitten. In dem volg mit deinem rechten fuß hinnach, und haw Im mit gecreutzgiten armenn
nach seinem rechten or. Hawt er dir also zu deiner rechten seitten, so versetz Im das mit deiner lang
schneid. In dem volg mit dem rechten fuß wider hinnach, und haw Im auch zu seiner rechten seitten.

30r Der mittelhaw von baiden seitten.

Item stell dich also in den mittelhaw, das dein lingger fuß vorstee,dein schwert mit gestrackten armen
von deinem leib auff deiner rechten seitten, volg mit deinem rechten fuß hinnach, und haw dich behend
vor dem mann durch in den sturtzhaw, tritt mit dem linggen schenckel hinein, und hawIm zu seinem
rechten or. Versetzt er dir das, so haw Im behend wider ein zu dem kopff. Hawt er dir dann wider zu
der anderen seitten über dein versatzung, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, so zuck dein schwert
von seiner klingen übersich auff, und trit mit deinem rechten fuß hindersich, stich Im damit zu der
prust mit gecreutzgiten armen. Sticht er also zu dir, so setz Im das ab mit deiner kurtzen schneiden,
volg mit deinem rechten fuß hinnach, und schneid In damit nach seinem haubt. Versetzt er dir den
schnit, so tritt mit deinem rechten fuß zurügk, und scheuß Im den ort in sein angsicht. Fuert er
den ort also auff dich, so setz Im den ab mit langer schneid. Schill und schaittel Im damit zu seinem
kopff.

30v Ein feler auf den Pflug an In fug.

Item wann du den feler wilt hawen, so schick dich also darein. Stand mit deinem linggen fuß vor,
halt dein schwert gestrackt für dich hinaus mit gestreckten armen, das dei lang schneid unden stee,
volg mit deinem rechten fuß hinnach, und aß den feler zwifach lauffen auff dein lingge seittenn,
Im zu seiner rechten. Steest du dann in dem pflug mit kreutzweisen henden gegen Im mit deinem lingk
fuß vor, das der ort gegen dem mann steet, und er den feler zwifach auff dich hawt, so trit mit deinem
rechten fuß hinein, und wind dich auff mit dem gehiltz über dein haubt, das der ort zurügk hang auf
deiner rechten seitten, und heng, so verhawt er sich. In dem haw Im zu seinem haubt seiner rechten.
Versetzt er dir das, so volg mit deinem lingg fuß hinnach, und haw im mit gecreutzgiten henden nach
seiner rechten seitten. Hawt er dir also zu, so versetz im das mit deiner langen schneid. Volg mitt dein
linggen schenckel hinnach, unnd haw Im krad zu der schaittel.

31r Zwo plösse von der linggen seitten.

Item so Ir baid mit dem zufechten zusamen komend. So stee mit deinem linggen fuß vor, unnd nimb
seiner oberen plösse oben war, haw Im damit lang oben ein zu der plösse seines kopffs. Steest du dann
mit dem rechten fuß gegen Im, und hast du Im auch zu der plösse seiner linggen seitten gehawen, so
tritt mit deinem rechten schenckel zurügk, und wind dich auff mit dem gehiltz für dein haubt, das
die lang schneid oben stee, also ist Im der haw versetzt. In dem zuck dein schwert hinder deinen kopff,
und scheub im den ort von deiner lingge auff sein rechte seitten zu dem gesicht. Begert er dich also
zu dem gesicht zustossen, So setz Im das ab mit langer schneid. In dem haw Im behendigelich zu seinem
haubt. Versetzt er dir das, so trit hindersich mit deinem lingke fuß, und haw Im von unden ein zu
seinem rechten arm. In dem volg mit dem linggen schenckel wider hinnach, und such Im seine
plösse von ainer seitten zu der anderen.

31v Zwo plösse von der rechten seitten.

Item wann du für den mann kombst, so stee mit deinem rechten fuß vor, und nimb der plösse war
seiner rechten sitten, mit deiner langen schneid mit gestreckten armen. Hawt er dir dann also zu
deiner rechten seitten, so versetz im das nit, Sonder haw Im oben zu dem kopff. Hawt er dir dann
also oben lang ein, so far mit deinem schwert auff über dein haubt, und spring mit deinem lingke
fuß hinder seinen rechten, und haw In auch durch den schaittel. Wirst du des haws widerumb ge-
war, so tritt mit dem rechten fuß zu Im hinein, unnd haw Im über seine baid arm, magst In auch
damit von dir hinwegk schieben, scheubt er dich dann von Im, so arbait In dem behendigelich mitt
Im umb das vor und umb das nach. In dem nimb der schwech und sterck oben war an seinem
schwert, unnd such Im die nechste plösse von baiden seitten. Versetzt er dir das, so wind im deinen
ort zu seinem gesicht oder der prust.

32r Das empfinen die Schwech vnd sterck.

Item kombt Ir mit dem zufechten also in dem empfinden zusamen, so setz deinen rechten fuß für, In des
empfind, ob er waich oder hert sey an seinem schwert. Ist er waich, so tritt mit deinem linggen fuß hinein,
und haw Im mit kreutzweisen armen nach seinem rechten or. Ist er aber hert an seinem schwert, unnd
helt dir starck wider, so laß die Schwech ab, und haw Im oben zu dem kopff. Hwat er dir also aus der schwech
oben ein, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, so verscheub Im das mit langer schneid, fall Im
krumb ein, und schneid In damit zu der nechsten plösse seiner linggen seitten. Begert er dich also zu-
schneiden, so verscheub Im das krumb. In dem schneid Im nach seinem haubt. Vesetzt er dir das, so wind
Im deinen ort in sein angsicht, und raiß Im zwifach nach, mit schniten und mit häwen. Raist er dir also
lang? nach, so heng und wind, und spring hindersich auff dein rechte seitten, such Im In des die oberen
plösse.

32v Schranckhut von baiden seitten.

Item so du also in der Schranckhut ligst mit gestreckten armen, das dein lingger fuß vorsteet, unnd er
dir oben zu dem kopff hawt, so volg mit deinem rechten fuß hinnach, und nimb seinen haw mitt deiner
kurtzen schneiden hinwegk, haw Im damit oben zu der schaittel. Steest du dann auch gegen Im Inn der
Schranckhut, und dein lingger fuß vorsteet, so tritt mit deinem rechten fuß hinder deinen linggen, unnd
setz Im den haw ab mit deiner langen schneiden, wind Im zu seinem hals, so magst du In schneiden oder
reissen wie du wilt. Will er dich dann schneiden, so volg mit deinem linggen schenckel hinnach, unnd
haw Im mit der Zwirch zu seiner linggen seitten seines kopfs. Versetzt er dir das, so haw Im mit
gecreutzgiten armen nach seiner rechten seitten. Hawt er dir also ein, so versetz im das mitt deiner
langen schneid. In des brauch haw, stich oder schnit, von ainer seitten zu der anderen.

33r Der Wechselhaw von baiden seitten.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, und dich in den wechsel hawest, so setz dei-
nen linggen fuß vor, unnd streich von unden auf zu seinem gesicht, das die kurtz schneid oben stee,
trit mit deinem rechten fuß hinnach, und haw Im mit langer schneid oben zu dem kopff seiner rechte
seitten. Steest du dann auch gegen Im in dem wechselhaw, und hast deinen linggen fuß fürgesetzt,
und er dir oben einhawt, so volg mit deinem rechten fuß hinnach, und versetz im das mit langer
schneid. Versetzt er dir das, so nimb deinen haw unden wider und wechsel Im oben zwifach zu
dem kopff. Wirst du des wechsels gewar, so versetz Im den mit deiner kurtzen schneid, unnd
mit deiner langen haw Im zu seinem haubt. Versetzt er dir das, so haw Im die Zwirch mitt
gekreutzgiten armen zu seiner rechten seitten seines kopffs.

33v Zway Leger daraus die Einkiren gond.

Item wilt du das Einkiren treiben, so schick dich also darein. Stand mit deinem lingken fuß vor
unnd haw gestrackt als wöllest du zu der Erden hawen. In dem so duplier auff, und laß dein lingg
hand von deinem schwertßknopff, tritt mit deinem rechten fuß hinnach, und greiff mit verkerter
hand auff den knopff, das dein daumen oben stee, und scheuß Im den ort zu dem gesicht. Scheust
er dir den ort also zu dem gesicht, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, so setz Im den ort ab
mit deiner langen schneiden, volg mit deinem linggen schenckel hinach, und haw Im mit langer
schneid behendigelich oben zu dem kopff. Hawt er dir also oben ein, so versetz Im das. In dem
wechsel dich unden durch in den underen schnit, schneid im damit nach seinem arm. Will er dir
den schnitt versetzen, so wind dich in des widerumb auff, volg mit deinem linggen schenckel hin-
nach, und stich Imdie nechsten plösse.

34r Oben abgenomen vnd zu der plösse gehawen.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, so stand mit deinem linggen fuß vor, unnd haw
Im zu der oberen plösse, volg mit deinem rechten schenckel hinnach, und zuck deinen haw wider, haw
In damit behend wider oben ein auff sein rechte seitten seines kopffs. Versetzt er dir das, so far auff
an seiner schwertßklingen mit deinem schwert, das haist oben abgenomen, und stich Im zu dem gesicht.
Steest du dann mit dem rechten fuß gegen Im, und heltst dein schwert under deinen linggen uchsen, und
er dir zu dem gesicht sticht, so greiff in dein halbe klingen, far damit auf für dein haubt, unnd
stoß Im seinen ort hinwegk mit der Kron, so magst du Im dein ort stossen zum angesicht oder der
prust, auch magst du In mit dem knopff zu dem haubt schlagen. Begert er dich also mitt
dem knopff zuschlagen, So versetz Im das auch mit der Kron. In dem stich Im deinen ort Inn
sein gesicht, unnd schlag In mit deinem knopff zu seinem haubt.

34v Ein reissen mit ainem Schwertnemen.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und ainander auff die Schilt bindet, so setz deinr
linggen fuß für, und haw Im zu seiner lingke seitten mit deiner kurtzen schneid. Hawt er dir
dann zu deiner lingke seitten, und du mit deinem linggen fuß vorsteest, so fall Im krumb auf
sein schwert, tritt mitt deinem rechten fuß hinder seinen lingke außwendig, so kombt dir sein
schwert under dein lingke uchsen, fall Im mit deiner rechten hand in sein heft, und mit deiner
linggen komb deiner rechten zuhilff, wind dich damit auff dein lingge seitten, so magst du In
werffen, oderdas schwert nemen. Will er dir das schwert nemen, so laß ims, greiff Im
mit deiner rechten hand vornen an sein rechte, und mit deiner linggen an seinen rechten eln-
bogen, scheuß damit von dir, so magst du Im den arm brechen. Wirst du des armbruchs gewar,
so trit mit deinem linggen fuß auff sein rechte seitten, und komb mit der linggen hand der
rechten zuhilff, so windst du dich aus dem armbruch.

35r Der Wechsel daraus die Örter gond.

Item schick dich also in den Wechsel. Stee mit deinem linggen fuß vor, und streich mit deinem schwert
auff für sein angsicht, das dein kurtze schneid oben stee, und wind dein schwert an deiner lingge
seitten, mit kreutzweisen handen den ort zu seinem gesicht. in dem volg mit deinem rechte schenckel
hinnach, so kombt Im der ort doplet hinein. Steest du dann also in dem wechsel gegen Im, das dein
rechter fuß vorsteet, und du des zwifachen orts gewar wirst, so tritt mit deinem rechte schenckel
zurügk, und verscheub Im den ort mit deiner langen schneiden. In dem wend dein kurtze schneid
auff sein schwert, tritt mit deinem lingke fuß wider hinein, und truck im sein schwert an deinen
rechten arm, so magst du In schneiden zu der oberen plösse. Begert er dich also zuschneiden, so ver-
setz Im das mit dem krumphaw, und schneid Im damit nach seinem haubt. Setzt er dir das ab,
so wind dich in das hangend ort, das dein gehiltz vor deinem haubt stee, volg mit dem linggen
fuß hinnach, und wind Im den ort zwifach zu seinem gesicht.

35v Das Einkiren mit einem absetzen.

Item wann du für den mann kombst, so schick dich also in das Einkiren. Stee mit deinem linggen
fuß vor mit verkerten armen vor deinem haubt, das die kurtz schneid unden stee, der ort gegen
dem mann, volg mit deinem rechten fuß hinnach, stich Im damit deinen ort zu seinem angsicht
oder der prust. In dem wind dich in die Zwirch, und haw Im zu seiner rechten seitten mit kreutz-
weisen handen. Fuert er dann das Einkiren also auff dich, so setz deinen lingken fuß für, und
setz Im das Einkiren ab mit deiner langen schneid, volg mit deinem rechten schenckel, unnd
haw Im oben zu dem kopff mit deiner langen schneid. Versetzt er dir das, so arbait Inn dem
behendigelich von ainer plösse zu der anderen, unden und oben, wa er dir werden mag. Sucht
er dir deine plöß also, so arbait in dem mit Im behendigelich umb das vor und umb das nach.
Das vor ist, so du vorkombst. Das nach ist, so du nach hawest.

36r Ein rechter vnd ein lingger Ort.

Item schick dich also in den linggen ort. Setz deinen rechten fuß vor, und halt dein schwert mit ge-
weckten armen ab deinem haubt, das der ort zurügk stee, volg mit deinem linggen schenckell
hinnach, und scheus Im den ort zu seinem gesicht, von deiner linggen auff sein rechte seittenn.
Versetzt er dir das, so wind dich in das hangend ort, und haw zwifach auff sein lingge seitten.
Steest du dann also gegen Im mit deinem rechten fuß vor, das gehiltz vor deinem haubt, das
der ort gegen dem mann steet, und er zwifach auff dich hawt, So versetz Im das, und laß die
schwech zwifach lauffen. In dem such Im die nechsten oberen zwo plösse. Sucht er dir die oberen
plösse also, so verscheub Im das. In dem haw Im behendigelich mit der kurtzen schneid nach seinem
haubt. Versetzt er dir das, so wind Im in des behendigelich zu seinem gesicht, volg mitt dem
rechten schenckel hinnach, und haw Im oben zu seinem haubt.

36v Aus dem anbund ein Gsichtstoß.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und einander an die Schwerter gebunden habt,
So stee mit deinem rechten fuß vor, und aus dem anbund so volg mit deinem lincken schenckel
hinnach, und haw Im oben zu der plösse. Hawt er dir dann also oben ein, und du mitt deinem
linggen fuß vorsteest, so versetz Im das. Zuckt er dann, und begert wider zuhawen, so tring
Im zwischen deinen baiden armen hinein mit deinem knopff zu seinem angsicht, so magst
du Im seine arm voneinander thon, magst du In auch durch seinen kopff hawen, schneide oder
stechen. Wirst du der vorgemelten stuck gewar, und er dir mit seinem knopff ein will breche,
so trück mit deinen henden seine arm vast undersich. In dem schneid Im nach seinem haubt. Wirst
du des schnits gewar, so setz Im dein lange schneid an seinen rechten arm. Reiß unnd schneid
damit auff dein rechte seitten zu seiner nechsten plöß.

37r Ein leger aus dem Pflug gegen dem Oberhaw.

Item schick dich also. Stand mit deinem rechten fuß vor, dein schwert in der flach, das der ort gegen
der Erden stee. Hawt er dann den oberhaw auff dich, so tritt mit deinem lingken schenckel hinfür
und setz Im den haw ab mit kreutzweisen handen mit langer schneid, stich Im zu dem gesicht
auff sein lingke seitten, so windst du dich in das hangend ort. Sticht er dir also zu deinem ge-
sicht, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, so spring Im mit deinem linggen fuß auf sein
lingke seitten, und setz Im den stich ab, tritt mit deinem rechten fuß wol auff sein rechte seitten,
und haw Im behend oben zu dem kopff. Versetzt er dir das, so nimb den dopelhaw mit ainem
ortt, und arbait Im zu der nechsten plösse. Sucht er dir deine plösse also, so volg mitt deinem
rechten schenckel hinnach, heng und wind gegen seinem haw, so ist Im der haw versetzt. Inn
dem haw Im mit gekreutzgiten armen nach seiner rechten seitten seines kopffs.

37v Zway obere einhawen zu dem Haubt.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, So setz deinen linggen fuß für. In dem nimb
seines haws eben war. Hawt er dir oben zu dem kopff, so trit mit deinem rechten fuß hinder deinen
linggen, unnd wind das gehiltz auff für dein haubt, so geet sein haw an deiner fleche ab, volg
mit deinem rechten fuß hinnach, und schlag Im damit oben zu der schaittel. Hawt er dir dann also
oben ein, und du mit deinem lingke fuß gegen Im steest, So setz Im den haw ab mit deiner kurtzen
schneiden, und mit der langen schneid In durch das angsicht. Begert er dir also zuschneiden, So laß
dein lingge hand von deinem schwert, und stoß Im an seinen rechten elnbog, so scheubst du In von
dir hinwegk, und hast Im die sterck genomen, das er zu kainer arbait kan komen.

38r Ein reissen mit ainem Schwertnemen.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, So stee mit deinem lingken schenckel hinfür, unnd
haw Im oben zu seiner rechten seitten seines kopfs. Steest du dann auch also gegen Im mit deinem lingke
fuß vor, und er dir oben zu deiner rechten seitten hawt, so versetz Im das mit deiner langen schneid,
unnd in dem versetzen laß dein rechte hand von deinem schwert, begreiff Im damit sein lingke.
Hat er dann sein rechte hand von seinem schwert gelassen, und greifft nach deiner lingken, so laß dein
lingke hand auch von deinem schwert, und begreiff sein klingen mit sambt der deinen, tritt mitt
deinem rechten fuß hinder seinen lingke, und wend dich von Im auf dein lingke seitten, so nimbst du
Im das schwert. Will er dir das schwert nemen, so laß Ims, und setz Im dein lingge hand an
seinen rechten elnbogen, wind dich damit auff dein lingke seitten, so brichst du Im den arm.

38v Ein reissen mit ainem wurff.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, So stee mit deinem linggen fuß vor, unnd
bind Im an das schwert. Helt er sterck wider in dem anbinden, so fall Im mit deinem knopff über
seine arm. Reiß In damit zu dir. Reist er dich also zu Im, so setz deinen rechten schenckel hinder seine
linggen, laß dein schwert fallen, und greiff mit deiner linggen hand an sein kinbacken, und mit
der rechten an sein linggen fuß, oberhalb der kniebug, so magst du In damit zurügk werffe. Hat
er dich also gefaßt, so greiff mit deiner linggen hand in sein schwertßklingen bey dem ort, unnd
setz Im dein schwert zwischen deinen henden an seinen hals, so scheubst du In damit von dir, und er
muß dich lassen. Hat er dir dann angesetzt, unnd scheubt dich also von Im, so wend dich zurügk, und
schneid Im zu seinem haubt mit zwifach schniten. Das ist mit kurtz unnd langer schneid.

39r Zway einbrechen daraus zwen schnit gond.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so schick dich also. Setz deinen rechten fuß vor,
und haw Im mit dem Sturtzhaw oben ein zu seiner linggen seitten, volg mit deinem lingge fuß hinach,
und greiff mit deiner rechten hand in dein schwertßklingen bey deinem schilt, und schneid In also
durch das angsicht. Steest du dann mit dem linggen fuß gegen Im, und er dich begert zuschneiden,
so laß dein lingke hand von deinem knopff, und stich mit deinem schwert zwischen seinen baiden
armen hindurch, Im den ort in sein angsicht. In dem greiff mit deiner linggen hand über
seinen rechten arm vornen in dein schwertßklingen, tritt mit deinem rechten schenckel zu Im hi-
nein, unnd wind mit deinem schwert auff dein lingge seitten, das dein knopff übersich komb,
so schneidst du In über baid arm, unnd magst Im den knopff in sein angsicht stossen, oder Inn
sein prust.

39v Zway einschiessen mit Iren örtern.

Item steest du mit dem rechten fuß vor, unnd scheust Im den ort auf sein lingge seitten, das dein kurtz
schneid unden gewendt sey mit dem gehiltz vor deinem haubt, so volg mit deinem linggen schenckell
hinnach, und wind Im mit deiner kurtzen schneid zu seinem gesicht oder der prust. Versetzt er dir
das, so tritt mit deinem lingken fuß zurügg, und haw Im mit der Zwirch zu seiner lingken seitten.
Hawt er dir also ein, und du mit deinem linggen fuß vorsteest, und heltst dein gehiltz mit kreutz-
weisen armen vor deinem haubt, so volg mit deinem rechten fuß hinnach, und wind Im mit deinem
schwert, sein schwert auf dein lingge seitten mit deiner kurtzen schneid, volg mit deinem linggen
schenckel hinnach, so magst du In mit langer schneid zu dem kopff hawen oder schneiden. Begert er
dich also zuschneiden, so fall Im krumb auff sein schwert. In dem trit mit deinem linggen schenckel
widerumb hinein, und schneid In damit zu seiner rechten seitten seines kopfs, oder wa er dir werd
mag.

40r Ein Schwertnemen mit ainem schnit.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so schick dich also. Stand mit dem rechten
fuß vor, und nimb seines haws oben war. In dem schneid In mit langer schneid nach seinem haubt.
Steest du dann also mit deinem linggen fuß gegen Im, unnd er dich oben schneidt, so fall Im krumb über
seine hend, wind dich mit deinem linggen arm über seine baid arm, reiß damit auf dein rechte seitten,
so nimbst du Im das schwert. Begert er dir also das schwert zunemen, so laß Ims, und tritt mit
deinem linggen fuß hinder seinen linggen, greiff Im mit deiner rechten hand vornen umb seinen
hals, und mit der lingge in sein lingge kniebug, so würfst du In unders übersich. Begert er dich
also zuwerffen, so laß dein schwert auch fallen, und greiff mit deiner rechten hand Inwendig Inn
sein lingken arm, und die lingg hand setz Im an seinen hals. In dem tritt mit deinem rechten fuß
hinder seinen linggen, unnd stoß In an den Rüggen.

40v Ein anbinden / daraus das Schwert zunemen.

Item habt Ir ainander an die Schwerter gebunden, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, so wind
dich mit deinem linggen arm über seinen rechten mit deinem knopf, trit mit deinem lingken fuß
für seinen linggen, unnd wend dich damit auff dein rechte seitten, so nimbst du Im das Schwert.
Hat er dich also gefaßt, und wendt dich, so laß dein lingge hand von deinem schwert, und setz Im
unden an sein linggen elnbogen, scheub In damit von dir. Scheubt er dich dann von Im, so laß baid
Schwerter fallen, und greiff Im mit baiden henden in sein lingken arm, wend dich damit auff
dein rechte seitten, so brichst du Im den arm. Will er dir den arm also brechen, so greiff mitt
deiner lingken hand vornen an sein rechte, unnd heb sie übersich, so bist du des armbruchs ledig.
In dem greiff mit deiner rechten hand an sein hals, und schranck dich vast mit dem hackenn,
scheub oben von dir, so wurffst du In under sich.

41r Ein verkerter stoß mit ainem wurff.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so thu sam wöllest du Im oben zu dem kopff
hawen. In dem laß dein lingge hand von deinem schwert, greiff Im under sein lingke kniepug, und
zeuch vast zu dir, stoß In oben mit deinem knopff zu seinem angsicht. Hat er dich dann also gefaßt, so
laß dein lingke hand auch von deinem schwert, und nimb Im das gwicht bey seinem rechten elenbogenn
mit deinem knopff über seinen rechten arm, und zeuch damit zu dir. Hast du Im das gwicht also be-
griffen, scheub vast übersich, so brichst du Im den arm. Will er dir den arm brechen, so laß dein schwert
fallen, unnd stoß In mit der rechten hand an seinen kinbacken, so wurffst du In zurügk. Hatt er
dich also unden unnd oben gefaßt, unnd begert dich zuwerffen, und du mit deiner lingken hand
an seinem rechten elnbogen bist, zeuch unden dein linggen fuß zu dir, scheub oben von dir, so
wirst du des wurffs ledig.

41v Ein gsichtstoß mit sambt ainem Seittenstoß.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, Stee mit dem rechten fuß vor, und haw Im
nach seinem rechten arm. Versetzt er dir das, so thu sam wöllest du Im oben einhawen. In dem stoß
In mit deinem knopff zu seinem gesicht. Wirst du des orts gewar, so trit mit deinem rechte fuß
Inwendig für seinen rechten, mit deinem knopff durch seinen rechten arm, so geest du Im aus
dem stoß, und stoß Im damit deinen knopff in sein rechte seitten. Stost er dich also zu deiner
rechten seitten, so setz im dein schwert mit diener kurtzen schneiden an seinen hals. Wirst du des an-
setzens gewar, so tritt mit deinem rechten fuß zurügk, so magst du In hawen, schneiden od steche.
Will er In des also auff dich arbaitten, so arbait auch mit Im schwech und sterck, damit du das vor
überkomest zu seiner nechsten plösse.

42r Ein stoß aus der Sterck zu der Schwech.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und einander angebünden habt, so laß dein schwert fallen,
stand mit deinem rechten fuß vor, und stoß In mit deinem knopff in seinen bauch. In des erwisch Im mitt
deinen baiden henden seine baide kniebug, so magst du In an den Rüggen werffen, oder über deinen kopff
hinaus. Hat er dich dann also gefaßt, und begert dich zuwerffen, so stoß Im deinen knopf auf sein haubt,
so muß er dich lassen. Wirst du des stoß gewar, so fall Im mit deinen armen in seine baid arm, heb
damit übersich auff. In des schlag deinen lingken fuß hinder seinen rechten, und stoß Im oben von dir, so felt
er an den rüggen. Begert er dich also zurügk zustossen, so laß dein schwert auch fallen, und greiff Im
mit deinen baiden henden bey der mitte seines leibs, so magst du In hinwegk tragen, oder von dir werffe.

42v Ein haw mit ainem verkerer.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, und er gegen dir, so haw Im oben zu dem kopff.
Hawt er dir dann also oben ein, so versetz Im das in dem tritt mit deinem rechten fuß Inwendig für
seinen rechten. Laß dein lingge hand von deinem schwert, stoß Im an seinen rechten elenbogen, und mit
deiner langen schneid sitz Im auff sein rechte hand bey seinem schwert, scheub mit deiner linggen vast von
dir, so verkerst du In. Verkert er dich also, und hat sein lingge hand von seinem schwert gelassen, so
trit mit deinem rechten fuß hindersich zurügk, so wirst du von Im ledig, haw Im damit lang oben
ein. Geet er dir also aus dem verkerer, und hawt dir oben lang ein zu dem kopff, so far bald auf
mit deinem schwert, und greiff widerumb mit deiner linggen hand zu deinem knopff, so versetzst du
Im das, haw Im damit zu seinem rechten arm.

43r Ein verkerer mit ainem ansetzen.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen kombt, So stee mit deinem rechten fuß vor, und haw dich mit dem
underhaw lang ein zu seiner linggen seitten, das dein gehiltz vor deinem haubt stee. Hawt er dir
also ein, und du mmit deinem rechten fuß vorsteest, so versetz Im das. In dem laß dein rechte hand von
deinem schwert, und setz Ims an sein rechte elnbogen, wind dich mit deinem kopf durch seinen rechten
arm. In des laß dein schwert fallen, greiff mit deiner linggen hand an deiner rechten stat, und mit
der rechten vornen bey seiner rechten, so kannst du Im den arm brechen außwendig oder Inwendig.
Will er dir den arm also brechen, so laß dein lingge hand von deinem schwert, fall Im damit Inn
seinen rechten elnbogen, volg mit dem linggen schenckel hinnach, und laß dein schwert auch fallen, greiff
mit deiner rechte hand nach seinem rechten kniebug, so magst du In auch werffen.

43v Ein ansetzen mit ainem verkerer.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und einander angebunden habt deinen linggen
fuß fürgesetzt, So laß dein lingge hand von deinem schwert, setz Ims an seinen rechten elenbogen, scheub
In damit zurügk, so verkerst du In. Hast du Im also an sein schwert gebunden, und er dich verkert hatt,
so tritt mit deinem rechten fuß hindersich, so geest du Im aus dem verkerer. In dem haw dich von unden hi-
nein von deiner rechten seitten auf seinen rechten arm. Hawt er dir also ein, so versetz Im den haw mit
deiner langen schneid, und fall Im krumb ein zu seiner linggen seitten. In dem wind Im dein kurtze
schneid an sein lingk or. Versetzt er dir das, so trit mit deinem rechten fuß für seinen rechten, wechsel
dich in der Zwirch auf, und fall Im krumb ein auff sein rechte seitten, schneid In damit durch das
angsicht, oder wa er dir werden mag.

44r Ein vnders ansetzen mit ainem Nachraisen.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, So stand mit deinem rechten fuß vor, und haw dich
lang ein mit ainem underhaw von deiner linggen zu seiner rechten seitten, zwischen seinen baid armen
mit deiner langen schneid. In dem wend dich zurügk, so zeuchst du Im dein schwert durch seine hend. Zeucht
er dir das schwert also durch deine hend, so stand mit deinem linggen fuß vor, Reiß Im nach, und schneid
In durch das haubt mit deiner langen schneid. Will er dich also durch dein haubt schneiden, so setz Im
das ab mit deinem flachen schwert, tritt mit deinem rechten fuß hindersich, und haw Im nach seinem
rechten arm. Versetzt er dir den haw, so laß ein dopleten feler lauffen, und haw Im auff sein lingge
seitten. In des heng unnd wind, und scheus Im deinen ort zu seinem gesicht oder der prust.

44v Ein verkerer mit ainem schnit.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, So setz deinen rechten fuß vor, und haw Im oben zu
dem kopff. Hawt er dir also nach deiner oberen plösse, und windt dir nach deinem hals, so laß dein lingke
hand von deinem schwert, und begreiff baide schwerter zusamen, reiß damit von dir. Reißt er dich also fürsich,
unnd du mit deinem lingken fuß vorsteest, so volg mit deinem rechten hinnach, und haw Im zu der nechstenn
plösse, scheub Im von dir, so verkerst du In. In des arbait behendigelich von ainer plösse zu der anderen mit haw,
mit stich, unnd mit schnit, wa er dir werden mag. Hat und sticht er also auf dich, so setz Im das ab unden
und oben mit kurtzer und langer schneid. In des haw Im zu der nechsten plösse. Versetzt er dir das, so
such behend die anderen plöß. Sucht er dir deine plösse also, so zwirch Im zwifach zu seiner rechtenn
seitten, und haw dich damit von Im zurügk.

45r Ein wurff mit ainem ort.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, so schick dich also. Stand mit deinem linggen fuß vor,
und haw gleich mit Im oben ein. In dem laß dein lingke hand von deinem knopff, und greiff mitten in
dein schwertßklingen, truck mit deinem hefft sein schwert zu dir, und setz Im den ort an seinen halß,
so schneidst du Im. In dem truck auff dein lingke seitten, und mit dem lingken fuß heb im sein rechten
übersich, so wurffst du In mit dem ort. Begert er dich also zuwerffen, und du mit deinem rechten fuß
vorsteest, so tritt mit deinem lingken auff sein rechte seitten, scheub mit deiner langen schneid starck
übersich, dein gehiltz über dein haubt, so geest du Im aus dem wurff. In dem zeuch deinen lingkenn
schenckel zurügk, und haw im zu der oberen plösse. Versetzt er dir das, so heng unnd wind, unnd
stich Im mit dem ort zu seinem gesicht.

45v Ein schnit mit ainem wurff.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen kombt, So stand mit deinem rechten fuß vor, und bind Im an das
schwert, volg mit deinem linggen hinnach, und laß dein lingge hand von deinem knopff, greif damitt
in dein halbe klingen, setz Im dein lange schneid an sein lingke achsel über die prust, so magst du In
schneiden. Wirst du des schnits gewar, so trit mit deinem rechten fuß für seinen linggen, laß dein rechte
hand von deinem schwert, unnd greiff Im über die schultern. In dem begreiff dein schwertßklingen wider
mit deiner rechten hand, und truck vast undersich, so truckst du In auff die Erden. Begert er dich
also zutrucken, so ergreiff Im sein klingen zwischen dein gehiltz, so magst du In gleich als wol werffen
als er dich.

46r Ein schwertnemen mit ainem Schnit.

Item schick dich also in das zufechten. Stee mit deinem rechten fuß vor, und haw Im lang oben ein zu dem
kopff. Versetzt er dir das, unnd hawt dir auch entgegen, so laß dein lingge hand von deinem knopff,
faß baide schwerter zusamen, unnd reiß damit auff dein lingge seitten, so nimbst du Im das schwert.
Reist er dich also zu Im, so tritt mit deinem linggen fuß auff seinen rechten, und tritt mit deinem
rechten hinnach, und schneid Im mit langer schneid, scheub In damit von dir, so machst du dein schwert
ledig. In dem haw Im behendigelich oben ein. Hawt er dir also ein, so versetz Im das mit langer
schneid, so kombst du oben wider zu dem schnit, und magst Im hawen, schneiden oder stechen. Will
er in des also auff dich arbaitten, so tritt mit deinem rechten fuß zurügk, so magst du auch gege
Im brauchen haw, stich, oder schnit, unnd behendigelich mit Im umb das vor, unnd umb das nach.

46v Ein überfallen mit ainem Schnit.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und einander eiwindet, So stee mit deinem
linggen fuß vor. In des empfind ob er waich oder hert ist an seinem schwert. Ist er hert und helt dir
starck wider, so heng und wind, und haw Im starck zu seiner rechten seitten. Wirst du des haws
gewar, so versetz Im den mit deiner langen schneid, das dein rechter fuß vorstee. Laß dein lingge
hand von deinem schwert, und greiff Im über sein linggen arm zwischen seinen baidn armen
hinein. In des zuck dein schwert auff dein rechte seitten, das Im den ort an sein linggr seittenn
seines hals komb. Setzt er dir den ort also an deinem hals, so schneid In mit deiner langenn
schneid under sein lingge uchsen, trit mit deinem rechten schenckel hinnach, so scheubst du In von
dir mit dem schnit.

47r Ein armbruch mit dem Schwert.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen koment, so trit mit deinem linggen fuß auff sein
rechte seitten, und laß dein lingge hand von deinem schwert, greiff Im über sein Creutz nach
seinem knopff, und reiß damit übersich auff dein lingge seitten, volg mit deinem rechten fuß
hinnach, und haw Im mit langer schneid zu der oberen plösse. Steest du dann mit deinem rechten
fuß vor, unnd er dir mit seinem linggen darauf trit, und mit seiner linggen hand nach deinem
knopff greifft, So greiff mit deiner linggen hand in dein klingen, und erwisch Im den arm zu
dem gehiltz. In des wind Im den arm auff dein rechte seitten hindersich zurügk, so brichst du
Im den arm ab. Will er dir den arm also brechen, so greiff mit deiner rechten hand nach
seiner linggen, und mit deiner linggen unden an sein rechte, scheub damit vast übersich, so wirst
du des armbruchs ledig.

47v Ein einbrechen mit ainem Schnit.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und einander an die scwerter gebunde habt,
deinen linggen fuß fürgesetzt, so fall aus dem anbund in den underen schnit zu seiner linggen
seitten. Wirst du des schnits gewar, so fall mit deinen baiden armen über sein schwert. In des laß
dein lingge hand von deinem schwert, greiff Im nach seinem linggen elnbogen, und setz deinen
rechten fuß für seinen linggen, scheub In also von dir. Scheubt er dich also von Im, unnd du dein
lingge hand an seiner schwersklingen hast, So trit mit deinem linggen fuß hindersich, und nimb
Im das schwert aus seiner linggen uchsen. In des haw Im oben zu dem kopff. Versetzt er dir das,
so volg mit deinem linggen fuß wider hinnach, unnd wind Im deinen ort zwifach zu seinem gesicht
oder der prust.

48r Ein Oberhaw mit einem Gmechtstich.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und einander in dem Zornhaw starck ein-
hawend, So empfind ob er waich oder hert ist an seinem schwert. Ist er dann waich gegen dir, So
schneid Im nach seinem haubt. Begert er dich also zuschneiden, so heng auff dein rechte seitten, so
ist sein schnit umb sonst. In des setz deinen linggen schenckel zwischen seine baid fuoß, unnd laß
dein lingge hand von deinem schwert, stoß In damit zwischen baiden armen an das kin mit deiner
linggen hand, so gibt er sich in den fall. Und in dem fallen, so greiff mit deiner linggen hannd
in dein schwertsklingen, stoß im den ort damit zu seinen gemechten, oder wa du wilt.

48v Ein Oberhaw gegen dem vndern schnit.

Item so du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so stee mit deinem rechten fuß vor, und haw Im
den oberhaw starck zu dem kopff. So er also starck gegen dir einhawt, und gibt sich hoch auff mitt
seinen armen, so stee mit deinem linggen fuß vor, laß dein lingge hand von deinem knopf, und
greiff in dein halbe klingen. In des fall Im mit dem schnitt über seine baid arm, scheub In damit
zurügk. Scheubt er dich also von Im, so tritt mit deinem rechten fuß hindersich, haw Im zu seiner
linggen seitten von unden hinein. Hawt er dir also ein, so verscheub Im das mit ainem schnit zwisch
deinen henden, trit mit deinem linggen fuß zurügk, und haw Im starck zu der schaittel. Hawt
er dir also oben wider ein, so volg mit deinem rechten fuß hinnach, und wind dich in den ochsenn
mit gekreutzgiten armen. In des volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und scheuß Im den
ort in sein angesicht.

49r Ein schnit mit ainem reissen.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und baid aneinander oben einhawend, so
stee mit deinem rechten fuß vor, und nimb des schnits in dem einhawen gewar, schneid In damit
über sein brust. wirst du des schnits also gewar, so trit mit deinem rechten fuß für seinen rechte
laß dein lingke hand von deinem knopff, und far Im damit umb seinen hals, erwisch Im sein
klingen mit sambt der deinen in dein lingge hand, und schrenck deinen rechten fuß vast in sein
rechte kniebug, reiß oben starck wider, so reist du In zu der Erden. Begert er dich also zuschneiden,
außwendig In des schneid mit dem schnit starck von dir, so ist Im das reissen gebrochen. In des
haw Im mit langer schneid zu seinem haubt. Versetzt er dir den haw, so wind Im mit deinem ort
zu seinem gesicht, oder der Brust.

49v Ein verkerter haw.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und euch mit underen hewen zusamen hawend,
so komb mit deinem linggen fuß vor, haw Im von deiner rechten zu seiner linggen seitten von unden
ein. Hawt er dir also zu deiner linggen seitten in dem underhaw, So stand mit deinem lingken fuß
vor, und haw auch mit kreutzweisen henden gegen Im zu seiner linggen seitten, In des laß dein lingge
hand von deinem knopf, setz Ims an seinen linggen elnbogen, unnd mit deiner rechten hand, schneid In un
der sein lingke uchsen mit deiner langen schneid, scheub damit von dir, so verkerst du In. Begert er
dich also zuverkeren, So setz deinen linggen schenckel zurügk, so geest du Im aus dem verkerer. In dem
schneid Im nach seinem haubt. Schneidt er dir also nach deinem haubt, so versetz Im das mitt langer
schneid. In des tritt mit dem rechten fuß hinein, und haw Im nach seinem linggen arm.

50r Ein einbrechen mit ainem schnit.

Item so Ir mit dem zufechten zusamen komend, und also gegeneinander aufstreicht, so nimb des einbrechens
zu dem aufstreichen gewar, unnd stand mit deinem linggen fuß vor. Streicht er dann auff vor dir, und geet
auch auff mit seinen armen, so brich Im mit dem ort zwischen seinen armen hinein, das deine hend an
seiner prust steend mit deinem kreutz. Hat er dir also eingebrochen, so tritt mit deinem linggen fuß
umb sein lingge kniebug außwendig, zeuch damit vast undersich, und setz Im dein lange schneid an
seinen hals, schneid In damit zu der erden. Begert er dich also zuschneiden, so trit mit deinem rechten
fuß für seinen lingken. In des setz Im dein kreutz an sein prust, scheub In damit oben von dir, unnd
zuck deinen lingken schenckel zu dir, so wirst du des schnits unnd des hacken ledig. In des haw Im be-
hend nach seiner rechten.

50v Zwen underhew von baiden seitten.

Item wann Ir in dem zufechten mit underhewen zusamen komend, so setz deinen rechten schenckell
hinfür, unnd haw Im nach seiner lingken seitten. Steet er dann auch mit dem rechten fuß gegen dir, und
hawt dir auch auff dein lingke seitten, so trit mit deinem lingken fuß hinder seinen rechten, unnd haw
Im oben zu seinem kopff. Hawt er dir also zu deinem kopf, und du mit deinem rechten fuß vorsteest,
so volg mit dem linggen hinnach, und versetz Im den haw mit deiner langen schneid. Stoß in des mit
deinem linggen fuß Im zu seinen gemechten. Stost er dich also zu deinen gemechten, so laß die lingk
hand von deinem schwert, unnd erwisch Im seinen linggen schenckel, hebt In übersich, so wurffst du In
an den rüggen. Hat er dir deinen linggen schenckel also begriffen, und will dich zurügk werffen,
so setz Im deinen ort an seinen hals, und scheub In also von dir, so muß er dich lassen.

51r Ein oberhaw mit ainem einschiessen.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, So stee mit deinem linggen fuß vor, und haw
Im den oberhaw starck von oben ein zu seinem kopff. Versetzt er dir den haw, so wind Im dein kurtze
schneid an seinen hals, unnd haw in des behend mit gekreutzgiten armen widerumb zu seiner rechtenn
seitten seines kopffs mit der zwirch. Hawt er die zwirch also gegen dir, so versetz Im die mit deiner lang
schneid, und trit mit deinem linggen fuß für seinen lingken Inwendig. In des laß dein lingge hand
von deinem knopff, und greiff Im nach seiner linggen kniepug, heb damit vast übersich, unnd scheuß
Im dein kurtze schneid über seine baid arm, scheub oben vast von dir, so magst du In werffen. Be-
gert er dich also zuwerffen, so schneid starck von oben wider, so muß er dich lassen. In des wind dich
in das hangend ort, und tritt mit deinem rechten schenckel hinnach, und haw Im nach seinem rechten
or.

51v Ein wurff in dem Schwert.

Item wann Ir in dem zornhaw einander starck oben einhawent, und ein Jegklicher seinen kopff hoch zuver-
setzen begert, So empfind ob er waich oder hert sey an seinem schwert. Ist er waich, und helt dir nit starck
wider, so wind Im mit deiner kurtzen schneid an sein lingk or. Versetzt er dir das. So laß in des behendig
elich dein schwert fallen, und buck dich mit deinem knopf zwischen seine gemecht, umbgreiff Im mitt
deinen armen seine baid kniebug, heb damit übersich, so wurfst du In, oder magst In tragen wa du
hin haben wilt. Hat er dich also zu dem wurff gefaßt, oder zu dem hintragen, So laß dein schwertt
fallen, und greiff Im mit deiner linggen hand nach seinem lingken fuß, und mit der rechten Inwen-
dig zu den gemechten, so erheltst du dich des wurffs, und scheuß dich in In, so kan er dich on schadenn
nit von Im werffen.

52r Ein anderer wurff in dem Schwert.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen koment, und einander angebunden habt, so stee mit deinem
rechten fuß vor. In des arbait behend mit Im schwech und sterck, unnd wind Im mit deinem knopff
zwischen seinen armen hinein. Begert er dir also einzuwinden, so setz Im das ab mit der Cron. In des
stich Im mit deinem ort zu seinem gesicht oder der prust, setz er dir deinen ort ab, so schneid In über baid
arm, reiß Im damit sein schwert aus seinen henden. Reist er dir dein schwert also aus deinen henden,
und du mit deinem linggen fuß vorsteest, so greiff Im mit deiner rechten hand auf sein rechte seitten,
und mit deiner linggen auff sein lingke seitten mit geschrenckten armen, so wurfst du In auff
seinen kopff.

52v Das Sonnen Zaigen mit ainem wurff.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, so stand mit deinem linggen fuß vor, und streich von
unden auff seinem lingken or zu. Steest du dann also mit deinem linggen fuß gegen Im, und er
dir zu deinem linggen or streicht, so versetz Im das mit langer schneid. In des laß die schwech deines
schwerts lauffen, und haw Im nach seinem rechten Or mit gecreutzgiten armen. Versetzt er dir das,
so laß dein schwert fallen, und stoß Im mit deiner rechten hand an seinen kinbacken, und mit der
linggen greiff Im oben auf den kopff seiner rechten seitten, so wendst du Im sein angesicht gegen
der Sonnen. Hat er dich also gefaßt, so greiff mit deiner rechten hand umb sein lingge kniebug
und mit der linggen an seinen kinbacken. In des arbait mit Im schwech und sterck.

53r Ein Inwendiger Armbruch.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und euch mit oberen hewen zusamen hawend, so schick
dich also, Stand mit deinem rechten fuß vor, In des laß dein schwert fallen, greiff Im mit deiner
linggen hand nach seiner rechten, und mit deiner rechten zwischen seinen baiden armen hinein Inwendig
nach seinem rechten armbug, und wind dich übersich auf dein lingge seitten, so brichst du Im den
arm. Will er dir dann den arm brechen, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, und heltst dein
schwert in deiner linggen hand, so fall mit deinem knopff über seinen rechten arm. Reiß damit
vast undersich, so hast du Im das brochen, und magst Im dein lange schneid über den kopff ziehen, und
In behend mit deinem ort zu seinem gesicht stechen.

53v Ein außwendiger armbruch.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so schick dich also, Stee mit deinem rechten
fuß vor, und haw Im oben mit der zwirch zu dem kopff. Hawt er dir dann also die zwirch, unnd du mitt
deinem rechten fuß vorsteest, so versetz Im die mit deiner langen schneid. In des laß dein schwertt
fallen, greiff mit deiner rechten hand an seinen rechten elnbogen, und mit deiner lingken vornen bey
seiner rechten, wend dich damit auff dein rechte seitten, so brichst du Im den arm außwendig. Will
er dir den arm also brechen, so laß dein schwert auch fallen, unnd setz Im dein lingge hand an seinen
rechten elnbogen, so brichst du Im den arm auch ab. In des greiff Im nach seinem rechten schenckell
mit deiner rechten hand, unnd mit deiner linggen umb seinen leib hinumb auff sein rechte seitte,
heb damit übersich so wurfst du In.

54r Ein armbruch mit ainem wurff.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, so haw dich in die Schranckhut auf dein rechte seitte,
das dein lange schneid oben stee, unnd tritt mit deinem rechten fuß hinder seinen rechten, das Im
dein rechte kniepug in seiner rechten stee. Hawt er dann also gegen dir, und du in der Schranckhut
ligst, so nimb seinen haw hinwegk mit deiner langen schneid. In des laß dein schwert fallen, greif
Im mit deiner rechten hand auff sein rechte, und mit deiner linggen an seinen rechten elenbogen,
truck damit auff dein rechte seitten, so brichst du Im den arm. Hat er dich also gefaßt, unnd be-
gert dir den arm zubrechen, Und du das schwert noch in baiden henden hast, deinen rechten fuß
fürgesetzt, so setz deinen linggen schenckel hinder seinen rechten, so wirst du des armbruchs ledig
unnd magst mit Im arbaiten was du wilt.

54v Ein vnderhaw mit ainem armbruch.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so setz deinen rechten fuß vor, und haw
dich in den underhaw. Versetzt er dir den, so tritt mit deinem lingken schenckel hinfür, und wind
Im den ort in sein gesicht. Wirst du des orts gewar, und steest mit deinem lingken fuß vor, so setz
Im den ab mit deiner langen schneid. In des laß dein schwert fallen, setz Im dein lingke hand an
seinen rechten elnbogen, unnd die recht under sein rechte uchsen, zeuch damit zu dir, und scheub oben
von dir, so brichst du Im den arm. Hat er dir also angesetzt, und will dir den arm brechen, so zuck
deinen linggen fuß hindersich, unnd schneid In mit gantzer stercke durch das haubt. Schneidt er dich
also, so laß deine hend gon von seinem elnbogen, und tritt mit ainem falschen tritt in dem triangel
so ist sein schnit umb sonst, unnd kan dir nichts geschaden.

55r Das erst stück in der Cron.

Item schick dich also in das zufechten gegen der Cron. Haw Im mit langer schneid geg seiner schaittel,
das dein rechter fuß vorstee. Versetzt er dir das mit der Cron, so tritt mit deinem lingge schenckel
hinein, umb deinen haw wider, und wind Im deinen ort zu seiner prust. Setzt er dir den ortt ab
auch mit der Cron, so volg mit deinem rechten fuß hinnach, und greiff mit deiner linggen hand in
dein halbe klingen, unnd stich Im gewaltig zu seinem gesicht. Versetzt er dir das fürbaß, so tritt
mit deinem linggen fuß auff sein rechte seitten, und stich Im zu seinem gemechten. Nimbst du
des gemechtstichs gewar, und steest mit deinem linggen fuß vor in der Cron, so setz Im den stich
ab mit der kron, volg mit deinem rechten fuß hinnach, und stich Im mit deinem ort zu seinem
gesicht. Versetzt er dir den, so schlag In mit deinem kreutz zu seinem haubt.

55v Der schnit durch die Cron.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, und er gegen dir in der Cron steet, so
stand mit deinem linggen fuß vor, und haw den underhaw von deiner rechten seitten geg Im,
schneid In damit durch die Cron über sein prust, und über sein rechte arm. Schneidt er dich also
und du mit deinem rechten fuß vorsteest, so volg mit dem linggen hinnach, und setz Im den
schnit ab zwischen deinen henden mit deiner klingen. In des wind dich auff, und stoß Im den ort
in sein angsicht, oder der prust. Versetzt er dir den ort, so laß dein rechte hand aus deinem
hefft, und greiff damit zu deiner linggen in dein schwertsklingen. In des schlag Im zu seine
kopff mit kreutz und mit knopff. Schlecht er dich also mit seinem knopff, so versetz im das
mit der Kron, greiff mit deiner linggen hand in dein schwertßklingen, so magst du In auch
schneiden oder stechen.

56r Das Reissenn durch die Cron.

Item schick dich also in dem zufechten auff die Kron. Stand mit deinem rechten fuß vor, unnd
haw Im den oberhaw zu dem kopff, volg mit dem linggen fuß dem haw nach, das dein Creutz
mit der langen schneid auff sein klingen komb. In des reiß undersich, so schneidst du In durch dj
schaittel. Schneidt er dich also durch die schaittel, und du mit deinem rechten fuß vorsteest, so
tritt mit deinem linggen schenckel für seinen linggen, und setz Im das schwert auff sein lingge
seitten, das Im der knopff an seinen hals komb. Reiß damit auf dein rechte seitten. Reist er dich
also auff sein rechte seitten, so setz Im das mit deinem schilt ab, und stoß Im deinem knopf in
sein angesicht. Stost er also deinem angesicht zu, so volg mit dem rechten fuß hinnach, unnd
setz Im den stoß ab zwischen deinen henden mit deiner schwertßklingen. In des stoß Im mitt
deinem ort zu seinem gesicht, oder der prust.

56v Ein schnit mit ainem überfallen aus der Cron.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, So setz deinen linggen fuß für, volg mit
dem rechten hinnach, unnd haw Im den underhaw zu seiner linggen seitten mit gecreutzgite armen.
Hawt er dir also zu deiner linggen seitten, unnd du mit deinem rechten fuß vorsteest, so laß dein ling-
ge hand von deinem schwert, und greiff Im letz in sein schwertßklingen, das dir dein ort under
deiner linggen uchsen pleib. In dem scheuß Im dein schwert mit deiner rechten hand über sein ge-
hiltz mit deiner kurtzen schneid, so sperst du Im den schnit in der Cron, und magst Im das schwert
damit nemen. Begert er dir das schwert also zunemen, so trit mit deinem linggen schenckel
für seinen rechten, unnd laß dein lingge hand von deinem schwertßknopff, greiff damitt
in dein halbe klingen, und schneid In also von dir zurügk.

57r Die ersten Kampfstuck des langen Schwerts.

Item wann du mit dem zufechten zu dem mann kombst, so schick dich also mit disem kampfstück,
stand mit deinem rechten fuß vor, und greiff mit deiner linggen hand in dein schwertßklingen
bey deinem ort, und wend dein rechte gestrackt für gegen seinem gesicht mit deinem knopff,
volg mit deinem linggen schenckel hinnach, und stoß Im den knopff in sein angsicht. Versetzt
er dir das, so nimb deinen knopff wider, und verwend In auff dein rechte seitten. In des
stoß Im den ort in sein angsicht. Stost er dir den ort also zu dem gesicht, unnd du mitt
deinem linggen fuß vorsteest, so nimb Im seinen ort mit deinem ort hinwegk auf dein
lingge seitten, volg mit deinem rechten fuß hinnach, und stoß Im mit deinem knopff Inn
sein angsicht oder der prust. Stost er also mit seinem knopff auff dich, so setz Im den
ab mit deiner klingen zwischen deinen baiden henden, und arbait in des mit Im behend
umb das vor unnd umb das nach.

57v Die andern Kampfstuck des langen Schwerts.

Item wann du mit dem kampfstück für den mann kombst, so schick dich also darein. Stee mitt
deinem linggen fuß vor, und halt dein schwert an deiner rechten seitten, greiff mit deiner lingke
hand in dein klingen, deinen ort fürgewendt, volg mit deinem rechten fuß hinnach, und greiff mit
deiner rechten hand zu deiner linggen in dein klingen. In des schlag In mit deinem knopff zu
seinem haubt. Schlecht er dir also nach deinem haubt, unnd du mit deinem rechten fuß vorsteest in der
halben Cron, so volg mit deinem linggen fuß hinnach, und far wol auf in die gantzen Cron über
dein haubt, so versetztst du Im das. In des stich Im mit deinem ort zu seinem gesicht. Versetzt er
dir den ort, so trit mit deinem rechten fuß für seinen rechten, und gee Im mit deinem knopf in
sein linggen elnbogen, trit mit deinem rechten fuß wider zurügk, unnd scheub mit deiner linggen
hand übersich, mit der rechten zeuch zu dir, so brichst du Im den arm.

58r Die dritten Kampfstuck des langen Schwerts.

Item wann du in dem zufechten auff den mann geest, das dein rechter fuß vorsteet, so verwend
deine hend, unnd faß dein schwert bey der klingen. In des schlag In mit deinem knopff zu seiner
oberen plösse, und volg mit dem linggen schenckel hinnach, so ist der haw recht gehawen. thust du
das nit, so ist der haw zukurtz. Schlecht er dann also auff dich mit seinem knopff, so tritt mit
deinem rechten fuß für, und versetz Im das mit der halben kron. In dem setz Im dein schwertß
klingen an sein kreutz, und reiß Im damit sein schwert aus seinen henden. Reist er dir das
schwert also hinwegk, so trit mit deinem rechten fuß hinder seinen linggen, greiff mit der lingken
hand an seinen linggen fuß, und mit der rechten an sein lingge achsel, so stost du In mit baiden
schwertern über unnd über. Wirst du des stoß gewar, So trit mit ainem falschen trit in den
triangel, so geest du Im aus dem stoß.

58v Die vierten Kampfstuck des langen Schwerts.

Item wann Ir mit dem zufechten zusamen komend, und einander baid die örter zu der prust firend,
So stee mit deinem linggen fuß vor, und tritt mit dem rechten hinnach, schlag Im mit dem knopff nach
seinem linggen or. Schlecht er dir also nach deinem linggen or, so versetz Im das nit, Sonder stich
Im mit deinem ort zu seinem gesicht, oder der brust. Sticht er dich also zu dem gesicht, so setz Im
seinen ort ab mit deinem ort, unnd wind Im mit deinem knopff under sein linggen arm,
reiß damit zu dir auff dein rechte seitten. Reißt er dich also zu Im, so laß dein lingge hand
von deiner klingen, und wind Im zwischen seinen armen hinein. In des reiß übersich auf dein
rechte seitten. Reist er dich also zu Im, so laß dein lingge hand von deiner klingen, stoß In
damit an seinen rechten elenbogen. So hast du Im das brochen, und magst mit Im arbaitten
was du wilt.

59r Die fünfften Kampfstuck des langen Schwerts.

Item schick dich also in das kampfstück, Stee mit deinem linggen fuß vor, und halt dein schwert
hinder deinem hals, das der ort gegen dem Mann stee, und tritt mit deinem rechten schenckel
hinnach, greiff mit deiner rechten hand zu deiner linggen in dein schwertßklingen, und schlag
In mit dem knopf nach seinem hals. Wirst du des straichs gewar, und mit deinem linggen
fuß vorsteest, so gee auf mit deinem schwert in die Kron, und versetz Im das zwischen deinen
baiden henden mit deiner klingen, volg mit dem rechten fuß hinnach, und setz Im deinen knopf
hinder seinen hals. Reiß damit auf dein rechte seitten. Reist er dich also, so greiff mit deiner
rechten hand wider nach deinem hefft, und setz deinen rechten schenckel hinder deinen lingken,
so wirst du des reissens ledig, unnd schneidst In damit über seine baid arm. Wirst du des schnits
gewar, so setz Im den ab mit der Cron. In des stich Im nach seinem gesicht mit deinem ort.

59v Die Sechsten Kampfstuck des langen Schwerts.

Item schick dich also mit disem kampfstück Stee mit deinem linggen fuß vor, unnd hallt dein
schwert an deiner prust, das der ort undersich stee, trit mit deinem rechten fuß hinein, und wind
Im deinen ort zu seinem gesicht, oder der prust. Windt er dir den ort also ein, und du mit dem
rechten fuß vorsteest, so nimb seinen ort hinwegk mit dem vorderen tail deines orts. In des fall
Im mit deinem kreutz in sein lingge armbug. Und reiß damit zu dir auff dein rechte seittenn.
Hat er dir also angesetzt, und begert dich zureissen, so laß dein lingke hand von deiner klingenn,
und greiff zu deinem knopff. In dem trit hindersich, und stich In zu den gemechten. Wirst
du des stichs gewar, so verscheub Im den mit deiner klingen zwischen deinen henden, volg
mit dem linggen schenckel hinnach, und stich In auch zu seinen gemechten. Versetzt er dir das,
so schlag In mit deinem knopff zu seinem haubt.

60r Die Sibenden Kampfstuck des langen Schwerts.

Item schick dich also in dises kampfstück. Stee mit deinem linggen fuß vor, unnd hallt das
schwert in des pflugs gestalt, greiff mit deiner linggen hand in dein klingen, das der ort
gegen dem mann stee, trit mit deinem rechten fuß hinnach, und gib dich gewaltig auff über
dein haubt, stich In damit wa du In ploß sichst. Sticht er dir also zu, und du auch in des pflugs
gestalt ligst, mit deinem linggen fuß vor, so volg mit deinem rechten hinnach, unnd versetz
Im den stich zwischen deinen henden in dein klingen. Versetzt er dir den stich also, so wind
Im deinen knopf zu seinem angsicht. Windt er dir also ein, so wind du Im mit deinem
knopff über seinen rechten arm außwendig, und scheub damit von dir, so brichst du Im den
arm. Scheubt er dich also von Im, so trit mit deinem linggen schenckel zurügk. Raist er dir
dann nach, so wind Im deinen ort zwifach zu seinem angsicht, oder der prust.

60v Das achtet Kampfstuck im langen Schwert.

Item schick dich also in das kampfstück. Stee mit gleichen fuessen zusamen, und halt dein schwert
mit deiner rechten hand ob deinem haubt, und dein lingge in deiner klingen, das der ort undersich
stee, trit mit deinem linggen schenckel hinein, und wind Im den ort zu seinen gemechten. Sticht
er dir also nach deinen gemechten, so stand mit deinem rechten fuß vor, das dein leib zurügk
hang. Heltst du dann dein klingen mit gekreutzgiten armen under deiner linggen uchsen, so thu
deine arm auff, und setz Im den stich ab. In dem volg mit dem linggen schenckel hinnach, unnd
wind Im den ort in sein gesicht. Versetzt er dir das, so zuck dein schwert, und stich Im In des
wider zu dem gesicht. Sticht er dir also doplet nach deinem gesicht, so volg mitt deinem
rechten fuß hinnach, und setz Im den stich ab mit deinem ort. In des schlag In mit deinem knopf
zu seiner rechten seitten.

61r Ein durchwixel von der Rechten zue der linggen.

Item schick dich also in diß Stück, stat er mit dem gerechten fueß also gegen dir unnd geet mit
dem schwert In die höch auff, so stanndt du also gegen Im, mit deinem rechten fueß und haw
dich von deiner rechten seiten auff die lingkh aus dem wexel trit, mit dem lingken fues
behennd zu Im und haw In zum kopff, oder seinen leib, wiltu Im das versezen, so greiff
behennd mit der lingken hannd vornen in die klingen und ganng Im damit entgegen
als dann magst du zue Im arbeiten wa du wilt /.

61v Ein vberfallen zwischen Beiden henden vber das gehiltz.

Item schick dich also, stat er mit dem rechten fueß vor und hawt dir also von oben ein, So gang
Im mit deinem Schwert entgegen und fahr im mit deinem Schwert zwischen seinen baid-
en arm und in dem greiff mit deiner lingken hannd nach seinem Schwerdt und trit mit
deinem rechten fueß vor seinen rechten Laß Sein schwert gahn und greif behennd nach deinem
Schwerdt und schneid In damit zum haubt, und zeuch damit starck zue dir so schneids In da-
mit zue dem haubt.

62r Ein wexel auß Der Zwerch.

Item trit mit dem lingken, dem andern zum gerechten fueß, und wind Im mit der kurtze
schneid zum kopff des gleichen der ander auch, und trit mit dem gleichen fueß zue seiner
rechten und setz damit dein Schwerdt an sein klingen, und scheub damit uber sich, laß die
schwech und sterck gehn, und schlag in des damit zum haupt.

62v Ein vberfallen auß der Kurtzen Schneid zue beiden seitten.

Item Schick dich also In diß Stuckh. Wann du wilt ainem einwenden zue seinem haubt,
trit mit dem lingken fues vor, und Schrennckh damit deine arm wol ubereinand-
er und fahr in des damit wol ubersich. Windt er dir also zue deiner rechten seiten. So
sez im das also ab mit deiner lanngen Schneid, und trit mit deinem lingken fues
In des behend für sich, und laß die schwech an deinem Schwerdt geschwindt ablauffen
und haw In des geschwindt nach seinem haubt /.

63r Ein einwenden Zue der Rechten vnd linggen Seitten.

Item Schick dich also Inn diß Stuck, trit mit deinem lingken fueß vor, und wind Im damit
zue seiner rechten seiten nach dem haubt, versetzt Er dir das, So trit Inn des geschwind mit
deinem rechten fueß vor sein lingken, und wind im damit Starck zu seiner lingken seite
Nach dem haubt, versetzt er dir also das, So laß die schwech und sterckh Inn des geschennd gehn,
und haw Im nach dem haubt.

63v Ein Einschiessen gegen dem gesicht.

Item schick dich also in dises stück, stanndt mit deinem rechtem fueß vor, und gehe mit dein-
en armen wol uber sich, aus dem wexel, und las im das Schwert gegen seinem gesicht gehn,
legt Er dir dann das Schwerdt an halß, so trit mit deinem lingken fueß behenndt auff
Inn, und greiff damit In dein klingen, und sez im das gehülz an sein Creuz, und trit mit
deinem rechten fueß behennd auff Inn, und wind Im mit deiner klingen, von unden auf- (?)
fen, nach dem gesicht, so kannst du in stossen oder schlagen /.

64r Zway vberschüessen Zue Baiden seitten.

Item schick dich also In diß stuck. Trit mit deinem Lingken hinder des anndern rechten
fueß behennd zu und wind Im das Schwerdt mit sterckh nach seinem halß under sich windt
er sich dir also mit sterck ein, so trit Inn deß mit deinem lingken fueß behennd forth, und
laß die Schwech geschwindt vergehn, und haw mit sterckh, so kannst du in wol treffen /.

64v Ein ansetzen mit dem Wurff.

Item schick dich also in diß stuck. Stannd mit deinem Lingken fueß vor haudt er dir also
zue sez im damit sein straich ab und greiff behennd mit deiner linggen hannd Inn
dein klingen, und fahr im damit nach der lingken seiten an sein halß truckh oben starckh
zue dir und wirff In uber deinen lingken fueß under dich.

65r Ein einwenden Zue dem haubt mit der kurtzen schneidt.

Item Schickh dich also Inn diß stuck trit mit deinem lingken fueß vor windt er dir Nach
deiner linggen seiten mit der kurzen schneidt ein zue deinem haubt so Sez Im das mit dein-
em schwerdt ab und greiff mit deiner lingken hanndt behennd Inn sein gehilz und trit mit
deinem rechten fueß für sein lingken und schlag mit sterck Nach seinem haubt /.

65v Ain einlauffen mit ainem wurff.

Item Schick dich also in diß stuck Läufft Er dir ein, und ergreifft dir dein schwert, greiff
Im in des behennd mit deiner linggen hannd Nach seinem rechten arm und scheub damit
uber sich, und stehe mit deinem lingken fueß zwischen seine beede fueß. Und greiff in
mit deiner rechten hanndt nach seiner schwech so wirfst du Inn under dich alß dann
kanstu zue deinem Schwerdt wol wider kommen.

66r Ain Ober haw mit ainem wurff.

Item Schick dich also in dises stuckh haut er dir also von oben Ein so versez Im das mit deiner
lanngen schneid Inn des So winndt Im behennd, mit deiner lingken hanndt mit dem gehilz, an
sein linggen seiten an sein hals. Unnd greiff mit deiner rechten handt nach seinem lingke
arm, und zeuch damit under sich, und trit mit deinem linggen hinder seinen rechten fueß
so wirfstu Inn sambt seinem Schwert zue boden.

66v Ain Einganng auß Der Zwirch.

Item Schick dich also Inn dis stuck begegnet er dir also mit der Zwerch, So laß dein Schwerdt
geschwindt fallen und greiff mit diener rechten hanndt nach seinem linggen arm, und scheub
damit wol uber sich, und mit diener lingken hanndt fall im In den knopff seines schwerts
und trit mit deinem rechten hinder seinen rechten fueß schwing In also von oben undersich.

67r Ain einhaw mit ainem Ringen so baid fallen Miessen.

Item Schick dich also Inn disem Zuefechten ligt er also gegen dir In der höch, so trit Im
geschwindt mit deinem rechten fueß entgegen und laß dein Schwerdt fallen Und ergreiff
Inn mit beiden armen inn der mit. Und Schwing Inn damit undersich.

67v Ain Eingreiffen mit ainem vberschiessen.

Item Schick dich also Inn diß stuck, fierth er den orth also gegen deiner brust nach der Lingken
seiten, so setz im das ab mit ainem uberschuessen seines schwerts. Setzt Er dir also ab So greiff
mit deiner lingken hannd, nach dem uberschossnen Schwert, hat er das uber schossen schwert
also gefast, So trit mit deinem rechten hinder seinen rechten fueß. Und fahr mit dem uber-
fallnen Schwert wol uber sich so kannstu dich von Im ledig machen und Zue Im arbeiten.

68r Ain wurff gegen Ainem Oberhaw.

Item Schick dich also Inn dises stuck zuefechten. So Er dir von oben Starck zuehawt so trit ge-
schwindt mit deinem lingken Innwendig für sein rechten, und laß damit dein ling
gen hannd von deinem knopff, und setz die hanndt Im under seinen rechten Elenbogen.
..ing damit starck ubersich, und fahr im mit deinem Schwert unden durch sein Rechte
Kniebigen. Und Zeuch damit starck an dich, und oben von dir so mueß er fallen.

68v Wie Alle Schwertfechter Zue Zuefechten Zuesamen gehn.

Item Inn disem Stuck wirdt angezeigt, wie alle Schwert fechter Im Zuefechten ain Yedlicher
sein frey bedencken haben soll. Wann er gegen dem mann gehn, und in Waß stückh, oder leg-
er. Er Sy gegen im einlassen will, damit dann Wann er für den mann kompt, das er
wiß was er thuen Soll. Dann alles fechten hat ain kurz bedenncken. So man für den mann,
und ain Jeder fechter bey im selbst abnemen kan /.

[71r] Nachuolget ferrer ein
kurtzer bericht auf die
vorbemelten Stend Im
Schwert

Jung ritter leren Got liebhaben / frawenn
vnnd Jungkfrawen Eere / so wechst dein lere /
vnnd lerne ding das sich zieret / vnd in kriegen
seer hofieret / Ringens gute fesser. Glorienn
Schwert vnnd messer / manlichen bederbenn /
vnnd in andern henden verderben / Haw da-
rein vnnd triffe, dar lasse hengen / vnd lasse
vor / das man dein weis / mug maisterlichn preis.

[71v] Hie hebt sich an ein gute ge-
maine leer des lanngenn
Schwerts / Doch so ist vil guter verborg :
ner kunst darinn beschlossenn .

Wilt du kunst schawen
Sich lingk gang recht mit hawen
Vnnd lingk mit rechten
Ob du starck gerest fechten

Die erst leer des langen Schwerts ist / das du vor allen dingenn
die haw recht solt lernen hawen / Ist es anderst das du starck
fechten wilt / vnnd das vernimb also / wann du mit dem ling-
ken fuß vorsteest / vnd hawest von der rechten seiten / so ist der
haw falsch vnnd ungerecht / wann die recht seiten pleibt dahin-
den / darumb wirt der haw zukurtz / vnd mag seinen rechten
gang zu der rechten seiten nit gehaben.

Oder Steest du mit dem rechten fuß vor / vnd hawest von der
lingken seitten / volgst du dann mit dem lingken fuß nit nach /
so ist der haw aber falsch / Darumb so merck / wann du hawest
von der rechten seitten / das du allweg mit dem rechten fuß dem
haw nachuolgest / Desselben gleichen thu auch wann du haw-
est von der lingken seitten / So gibt sich dein leib mit in die rechte
wag / vnnd also werden die haw lang vnnd recht gehawen.

[72r] Wer nach geet hawen
Der darff sich kunst wenig frawen

Das ist / wann du mit dem zufechten zum Mann kombst / so solt
du nit still steen mit deinem Schwert / vnnd seinem hawen nach-
warten / bis er dir zuhawet / Wiss das alle fechter / die da sehenn
auff ains andern haw / vnnd wöllen nichts anders thun dann
versetzen / die durffen sich kunst gar wenig frewen / wann Sie
werden seer dabey geschlagen.

Haw nahent was du wilt
Kain wechsel kombt an deinen schilt
Zu kopff zu leib
Die schleg nit vermeid
Mit gantzem leibe
Ficht was du starck gerest treiben.

Das vernimb also / Wann du mit dem zufechten zum Man
kombst / was du dann wilt fechten / das solt du treiben mit gan-
tzer stercke deines leibs / vnnd hawe Im damit nahent ein zum
kopff / vnnd da zwingst du In mit / das er versetzen muss / vnnd
zu kainem durchwechsel daruor nit komen mag / wann du
kombst Ime zunahent mit dem ort / Kombt er dann mit der
stercke an dein Schwert / so gib Im ain Rur auf seinen lingken
arm / vnd trit damit zurügk / ee Er sein Innen wirt.

Hör was da schlecht ist
Ficht nit lingk ob du recht bist
Vnnd ob du lingkest
Inn dem fechten du auch seer hinckest

Das ist ein gute leer / vnd trifft an ainen lingken vnd ainen

[72v] Rechten / Vnnd wisse das / wie du solt hawen / das man dir die
schweche in dem Schwert in dem ersten haw nit angewinne /
vnnd das vernimb also / Wann du mit dem zufechten zu dem
Mann kombst / Bist du dann gerecht / vnd wilt starck fechtenn /
So haw mit namen den ersten haw nit von der lingken seitten /
wann er ist schwach / vnd magst mit nichten wider gehalten /
wann er dir starck anbindt / Oder hawest du von der rechten seit-
ten / so magst du wol starck widerhalten / vnnd am Schwertt
arbaiten / was du wilt.

Desgleichen bist du Lingk / So haw auch den ersten haw
nit von der rechten seitten / sonder haw von der lingken seitten /
Wann er ist ainem rechten gar wild und wider. zu Im kunst
zetreiben von der lingken seitten. Desgleichen ist auch ainem
Lingken von der rechten seiten.

Vor vnnd nach die zway ding
Sind aller kunst ein vrsprüng
Schweche vnnd sterck
Inn des das wort mit merck
So magst du leeren
Mit kunst arbaiten vnd wehren
Erschrickst du geren
Kain fechten nimmermer gelern.

Das ist / das du vor allen dingen solt recht vernemen vnnd ver-
steen die zway ding / das ist das vor vnnd das nach vnd schwech
vnnd sterck / vnnd das wort Indes / wann daraus kombt der
gantz gründ aller künst des fechtens / Wann du die ding recht
vernimbst vnd versteest / vnd zuüoraus das wort Indes nit vergissest /
in allen Stücken so du treibst / So bist du wol ain guter Maister des
Schwerts / vnd magst wol lernen Fürsten vnd Herren / das Sie mit
rechter kunst des Schwerts mügen besteen / in schimpf vnd in ernst.

[73r] Item wann du ee kombst mit dem haw / oder sonst / das er dir ver-
setzen muss / So arbait In des behendigelichen / für dich mit dem
Schwert / Oder sonst mit andern stücken / vnnd lass In fürter zu
kainer arbait komen.

Item wann er ee kombt mit dem haw dann du / das du Ime
versetzen must / So arbait Indes mit versatzung behendigclich
mit dem Schwert oder sonst / so benimbst du Im das vor mit dem
nach.

Item Nun solt du vor allen dingen wissen / schwech vnd sterck
des Schwerts / Das vernimb also / von dem gehültz bis an die mitte /
das ist stercke / von der mitte bis an das ort / ist die schwech / vnnd wie
du nach der schweche / vnd mit der stercke am Schwert arbaitenn
solt / das findest du alles hernachgeschriben.

Fünff haw leren
Von der rechten hand wider die wehre
Dann wir glauben
Inn kunsten geren zulonen.

Merck das seind fünff verborgner hew / wer die mit rechter
kunst on schaden brechen kan / der wirt gelobet von andern
Maistern / Vnnd ist billich / das Im seiner kunst bass gelonet
soll werden / dann ainem andern / Vnd wie du die hew hawen
solt mit dreien stücken / das findest du alles hernach geschriben

Zornhawe krump zwer / hat Schiller mit Scheiteler
alber versatz / Nachraisen / überlauff / absetzen / durchwechsel /
zuck / durchlauff abschneid / hendtrück / heng / wend / Mit
blossen schlag fach straich / stich mit stossen

[73v] Merck hie werden dir genant die rechten haubtstück
der kunst des Schwerts / wie sie haissen Jegklichs mit seinem Na-
men / darumb das du desterbas vernemen vnd versteen kündest.

Merck zum ersten die fünff hew / Der erst haist der Zornhaw /
Der ander der krumphaw / Der dritt der Zwerchhaw / Der viert der
Schillhaw / Der fünfft der Schaitlerhaw.

Item nun merck nachher die Stück. Das erst seind die vier huten /
Das ander die vier versetzen / Das drit das Nachraisen / Das viert das
überlauffen / Das fünfft das absetzen / Das Sechst das durchwechslenn /
Das sibent das zucken / Das acht das durchlauffen / Das Neundt
das abschneiden / Das zehendt das hendtrücken / Das ailfft das
seind die hengen / Das zwelfft das seind die winden.

Also Seind der haw vnnd stück zwelff / die wirst du gleich
nacheinander finden hernach geschriben / vnnd was du da-
raus fechten solt.

Hie heben sich an die Kunsten
des langen Schwerts / zum
ersten der Zornhaw.

Zornhaw mit seinen Stucken.

Wer dir überhawet
Zornhaw ort dem drewet
Wirt ers gewar
Nimb oben ab on fahr

[74r] Item Wiss das Zornhaw mit dem ort bricht alle Oberhaw /
vnnd ist doch nit mer dann ain schlechter Baürenschlag / vnnd
denn treib also / Wann er von der Rechten seitten oben zu dem kopff
hawet / so haw von deiner rechten seitten / auch von oben mit Im
zornigelichen gleich on alle versatzung oben auff sein Schwertt /
vnd lass Im den ort gerichts für sich einschiessen zu dem gesichtt
oder brüst / Wirt er dann des orts gewahr / vnnd versetzt mit stercke /
So raiß mit deinem Schwert übersich auff an seines Schwerts
klingen oben ab von seinem Schwert / vnd haw Im zu dem kopff / das
haist oben abgenomen.

Bis stercker wider
Wind stich sicht ers so nimb es wider.

Das ist ain leer / wann du mit Im zornigelichen einhawest /
helt er dann starck wider mit dem / wilt du dann nit obenn
abnemen / so bis wider starck / vnd far auff mit den Armen
zu deiner rechten seiten / vnd wind die kurtz schneid an seinem
Schwert / vnd stich Im oben ein zu dem gesicht / wirt er des Stichs
gewar / vnnd fert auff vnnd versetzt / so pleib du also steen in dem
winden / vnd setz Im den ort vnden an.

Das eben merck
Haw / stich / leger / weich oder hert
Indes vor vnnd nach
Vnd hüt dem krieg sey nit gach

Das ist ain leer / Wann er dir mit ainem haw / oder mit ainem
stich an dein Schwert bindt / So solt du dir mit dem krieg / das ist
mit dem winden / nit zugach lassen sein / Du merckest dann vor gar
eben / wann sein Schwert an das ander glitzet / oder Im band herdt
oder waich ist / Vnnd alsbald du das empfindest / So winde Indes vnd
arbait mit dem krieg / nach der waich / und nit nach der herte / zw

[74v] der nechsten blösse / vnnd das haist das vor vnnd das nach / das
bist du vor gelernet worden.

Was der krieg oben rembt
Niden wirt er beschembt.

Wiss das die Winden vnd die arbait daraus mit dem ort zu den
vier blössen / dasselb haist der krieg / den treib also / Wann du Im
mit dem Zornhaw einhawest / alsbald er dann versetzt / so far auf
mit den armen / vnd wind Im den ort an seinem Schwert obenn
ein zu der obern plösse seiner lingken seitten / Setzt er dann den obern
stich ab / so beleib also steen mit dem winden / und lass den ort vnder-
sich widersincken zu der lingken seitten / volget er dann mit der ver-
satzung deinem Schwert nach / So suche mit deinem ort die vndern
blosse seiner rechten seitten / volgt er dann fürbass mit der versatz-
ung / So far auf mit dem Schwert auf die lingken seitten / vnnd
heng Im den ort oben ein zu der obern plösse seiner rechten seiten / vnd
also wirt er mit dem krieg / vnden vnnd oben beschembt / Ist das du In
recht treibest.

In allen winden
Haw stich schnit lern finden
Haw stich oder schneid in allem treffen
Den Maistern / wilt du sie äffen

Wisse das du mit allen winden am Schwert gantz fertig solt sein /
wann ein Jedes winden hat besonder drey Stück . Das ist ain haw /
ain stich / und ain schnit / Vnd wann du windest am Schwert / So
solt du gar eben brüefen vnd mercken / das du die Stück nit vngerecht
treibest / die in die winden gehören. Also das du die nit hawest / wann
du stechen solt / vnd nit schneidest / wann du hawen solt / vnnd auch
nit stechest / wann du schneiden solt. Vnd also solt du das gerecht stück
allweg finden / das mit recht gehört zutreiben in allen treffen / vnnd
anwinden des Schwerts / wilt du anders die Maister äffen vnd teuschn /
die sich wider dich setzen / vnd wieuil winden am Schwert sein / vnd

[75r] wie du die treiben solt / das findest du Im letsten Stück des Zedels / das da
spricht / Wer wol henget.

Vier blösse wiss
So schlegst du gar gewiss
On alle gfar
On zweiuel wie er gebor

DAs ist / wann du mit dem zufechten zu dem Mann kombst / wilt du
dann gewiss fechten / so solt du dann mit namen zu dem Schwertt
nit hawen / wann du solt räumen die vier blösse / Das ist die rechte
seitten / Die ander die lingken oberhalb der girtel des mans / die ander
zwo blösse / das ist die lingk vnd die rechte seitten / niderhalb der girtel / Der-
selbigen blösse nimb dir aine für / vnd haw der künlichen zu / vnnd
acht nit was er gegen dir fichtet / versetzt er dann so arbait in der ver-
satzung bald zu der nechsten plösse / also wart aus des leibs / vnnd nit
des Schwerts.

Wilt du rechen dich
Vier blos brechen maisterlich
Oben duplier
Unden recht mutier
Ich sage furwar
Kain Man schutzet sich on fahr
Hast du vernomen
Zu schlag mag er klain komen.

Das ist wann dir ainer ernstlichen einhawet / wilt du dich dann
an Im rechen / die blösse mit künstlichait brechen / das er sich on seinen
danck schlagen muss lassen / So treib die duplieren gegen der stercke
des Schwerts / vnd das mutiern gegen der schweche. So sag Ich dir fürwar /
das er sich vor schlegen nit gehüeten kan / vnnd mag daruor zu schlegen
nit komen.

[75v] Item das duplieren treib also / wann er dir oben zuhawet / von seiner
rechten achsseln, So haw auch von deiner rechten mit gleich starck oben
ein zu dem kopff / versetzt er den haw mit stercke / so far auf bald mit
den Armen / vnd stoss mit der lingken hand deinë knopff vnder deinem
rechten arm / vnd schlag In mit der langen schneidin aus gecreutzten
armen / hinder seines Schwerts klingen auf den kopff.

Item Oder hast du Im von deiner lingken seitten mit der langenn
schneidin an sein schwert gebünden / so far bald auf mit den armen /
vnd pleib also steen an dem Schwert / vnd schlag In hinder seins Schwerts
klingen mit der kurtzen schneidin auf den kopff.

Item das mutiern treib also / wann du Im von deiner rechten
achslen oben starck einhawest / versetzt er vnnd ist waich Im schwert /
so winde auf dein lingken seitten die kurtz schneide an sein Schwert /
vnnd far wol auf mit den armen / vnd heng Im den ort oben über
sein Schwert / vnd far damit auf an den armen / vnd stich Im zu
der andern blösse.

Item Oder hawest du Im von der lingken seiten mit der langen
schneidin an sein Schwert / So far auf mit den armen / vnd pleib
mit derselbigen schneiden am Schwert / zu der vndern blösse / Allso
magst du zway stück treiben aus allen hewen / Darnach als du
empfindest die schwech vnnd stercke des Schwerts.

Krumphaw mit seinen Stucken

Krump auf behend
Wirf den ort auf die hend
Krump wer wol versetzt
Mit schritten vil hew letzt

Wiss das der Krumphaw ist der vier versetzen ains wider die vier hütt /

[76r] Dann darmit kriegt man den Ochsen vnd auch den Eber. Vnd den
vnderhaw den treib also / Wann du mit dem zufechten zu dem Mann
kombst / stet er dann gegen dir / vnd helt sein Schwert vor dem kopf inn
der hut des Ochsen / auf seiner lingken seitten / So setz den lingkenn
fus für / vnd halt dein Schwert an der rechten achslen / Inn der hutt /
vnd aus der hut spring mit dem rechten fus / wol auf die rechte seitten /
vnd schlag In mit der langen schneidin aus gecreutzten armen über
seine hend.

Item den Krumphaw solt du auch treiben aus der Schranckhutt
von baiden seitten / Vnd in die hut schick dich also / wann du mit dem
zufechten zum Mann kombst / so setz den lingken fus vor / vnd halt dein
Schwert mit dem ort neben deiner rechten seitten auf der erden / das
die lang schneidin am Schwert gewänt sey / vnd gib dich also blos
mit der lingken seitten / Haut er dir dann zu der blösse oben ein / so spring
aus mit dem rechten fus / aus dem haw / wol auf die rechte seittenn
gegen Im / vnd stoss mit der lingken hand den knopf deines Schwerts
vnder deinen rechten arm / vnd schlag In mit gecreutzten henden aus
der langen schneiden mit dem ort auf seine hend.

Item Also schick dich mit der Schrenckhut zu deiner lingken seitten /
wann du mit dem zufechten zum Mann kombst / So setz den rechtenn
fus für / vnd halt dein Schwert mit dem ort neben deiner lingken seitten
auf der erden mit gecreutzten henden / das die kurtz schneide am schwert
oben sey / vnd gib dich mit der rechten seitten blos / Haut er dir dann zu der
blösse / So schreit mit dem lingken fus wol aus dem haw / auf dein ling-
ge seitten / vnnd schlag In mit dem schrit mit der kurtzen schneidin /
vber seine hend.

Haw krump zu den flechen
Den Maistern wilt du sie schwechen
Wann es glitzet oben
Stand ab das will Ich loben

Merck das Stück solt du treiben gegen den Maistern aus dem Band
des Schwerts / vnd das merck also. Wann du mit dem zufechten

[76v] zu dem Mann kombst / so leg dein Schwert zu deiner rechten seitten in die
Schranckhut / oder halt es auf deiner nechsten achslen / hawet er dir dann
oben zu der blösse / so haw starck mit gecreutzten armen mit der langn
schneidin gegen seinem haw / Vnd alsbald die Schwert zusamen glitzen /
so wind Indes mit dem Schwert gegen deiner lingken seitten / vnnd far
auf mit den armen / vnd stich Im zu der obern blösse / Oder wilt du In
nit stechen / So merck alsbald es glitzet / so haw Im Indes mit der kurtzen
schneiden zu kopff vnd zu leib.

Krump nit kurtz haw
Durchwechsel damit schaw

Das ist ain bruch wider die hut aus dem Ochsen / den treib also / Wann
du mit dem zufechten zu dem Mann geest / Steet er dann Inn der hut /
vnd helt sein Schwert in seiner lingken seitten vor deiner rechten achslen /
vnd thu als du Im mit dem Krumphaw wöllest an sein Schwert bin-
den / vnd haw kurtz / vnd wechsel damit vnden durch / vnd scheüss Im
den ort zu der andern seitten lang ein zu der blösse / so muss er versetzen /
damit kombst du zu schlägen / vnd zu anderer arbait mit dem Schwert

Krump wer dich Irret
Der edel krieg In verirret
Das er nit waist furwar
Wa er sey one fahr

Merck wann du den Krumphaw treibst / So must du allwegen dich da-
mit blos geben / vnd das vernimb also / Wann du mit dem Krumphaw
von deiner rechten seitten einhawest / oder an sein Schwert bindest / dieweil
bist du blos mit der lingken seitten / Ist er dann also gescheid / vnnd dir
vom Schwert zu der blösse hawet / vnd will dich mit behendigkait Irr
machen / So pleib mit deinem Schwert an dem seinen / vnd volg daran
seinen haw nach / vnd wind Im den ort Indes zu dem gesicht / vnnd
arbait mit Im fürbas mit dem krieg zu den blössen / So wirt er für-
war nit wissen / an wellichen enden er sich vor dir vor hewen oder vor
stichen schützen soll.

[77r] Der Zwerchhaw mit
seinen Stucken

Zwirch benimbt
Was vom tag herkombt

Merck der Zwerchhaw bricht die hut vom tag / vnd alle haw die vom tag oben
nidergehawen werden / vnd die Zwerch die treib also / Wann du mit
dem zufechten zum Mann gehest / Stet er dann gegen dir / vnd helt sein
Schwert mit aufgerichten armen übersich hoch über dein haubt Inn der
hut / vnd wart auf dich / So merck wann du nahent zu Im kombst / So
setz den lingken fus für / vnd halt dein Schwert mit der flech an deiner
rechten achslen / Trit er dann zu dir / vnd troet dir zuschlagen / so kom du
vor / vnd spring mit dem rechten fus wol auf dein rechte seitten / vnnd
wend Im sprüng dein Schwert mit dem gehültze vor deinem haubt / das
dein daumen vnden kom / vnd schlag In mit der kurtzen schneidin zu
der lingken seitten seines kopffs.

Item Kombt er aber vor mit dem haw ee dann du / So spring
mit dem rechten fus mit der vorgeschribne versatzung aus dem
haw wol auff dein rechte seiten / vnd schlag In mit der Zwerch an
die vorgenanten stat.

Zwerch mit der sterck
Dem arbait damit vermerck

Merck das ist / wann du Im mit der Zwerch zuhawest / das soltt du
thon mit stercke / Versetzt er dann / so far auf mit der stercke deines
Schwerts / Begreiffest du dann mit der stercke sein schweche / So ar-
bait mit dem mutieren Im über sein Schwert zu der vndern blösse /
oder oben zu dem hals / magst du darzu nit komen / So arbait aus
dem duplieren hinder seinem Schwert mit dem schlag zu den
kopffen.

[77v] Ist er dir aber mit der versatzung zustarck / das du zu den stücken nit
komen magst / So stoss mit dem gehültz sein Schwert hinwegk / vnnd
schlag In mit der Zwirch zu der andern seitten / Oder will er dir ein-
lauffen / So nimb den schnit vnder seinen armen.

Zwerch zu dem Pflug
Zu dem Ochsen hart gefug
Was sich wol zwerchet
Mit springen dem haubt geferet

Merck du hast vor gehört / Wie das der Ochs vnd der Pflug sein genant
zway leger / oder zwo huten / So seind sie hier gehaissen vier Blösse / Der
Ochs das seind die obern zwo blösse / die recht vnd lingk seitten an dem
haubt. So ist der Pflug die vndern zwo blösse / auch die rechte vnnd
lingk seitten niderhalb der girtel des Mans / Vnd die blössen solt du
mit der Zwerch schlegen in ainem zufechten alle vier vrsachenn.

Hie merck die Zwerchschleg
Zu den vier Blössenn

Item wann du mit dem zufechten zu Im kombst / Steet er dann
gegen dir in der hut vom tag / So spring mit dem rechten fus gegen
Im wol auf dein rechte seitten / vnd schlag In mit der Zwerch aus gan-
tzer kunst / oben zu dem Ochsen seiner lingken seitten / Versetzt er den /
schlag In bald vnden zu dem Pflug seiner rechten seitten / vnnd treib
dann fürbas die Zwerchschleg behendigelichen / allweg ainen zu dem
Ochsen / den andern zu dem Pflug creutzweis von ainer seitten zu der
andern / zu kopff vnd zu leib.

Feler werer furet
Von vnden nach wunsch rüret

Merck der feler ist ain stuck damit die fechter geblendt werden / vnnd
nach wunsch gerüert vnnd geschlagen / die da geren versetzen / vnd

[78r] die da hawen zu dem Schwert / vnd nit zu den Blössenn des Leibs.

Item Den feler treib also / Wann du mit dem zufechten zu Im kom-
mest / So haw die vnderhäw von baiden seitten / Kombst du dann an In
mit ainem vnderhaw von deiner rechten seitten / so scheus den ort damit
langk ein zu der brust / so muss er versetzen / So spring bald mit dem ling-
gen fus auf sein rechte seitten / vnd thu als du Im mit der Zwerch darzu
schlagen wöllest / vnd verzuck den haw / vnd schlag bald widerumb zw
der lingken seitten / Oder kombst du von der lingken seitten mit dem vn-
derhaw an In / so scheus Im den ort aber langk ein / vnd treib das geferte
als voran zum nechsten geschriben stet.

Verkerer zwinget
Durchlauffen auch mit ringet
Den elnbogen
Nimb gewiss spring Im in die wage

Merck den verkerer solt du gestrackt darbringen in dem zufechten / wan
damit zwingest du den mann / das du Im magst durchlauffen / vnd
recht fassen mit ringen /

Item den verkerer treib also / Wann du mit dem zufechten zum
mann kombst / vnd die helfft zu dem gegangen bist / vnd gee furbas die
andern helfft zu Im / ye vnd ye mit dem lingken fus vor / vnnd haw
von der rechten seitten nach Jedem zu der rechten seitten / Nach Jedem zu
dem trit ainen freien vnderhaw dem linggen fus nach / vnd mit dem
haw so verker vnd wend die langen schneid am Schwert allweg übersich /
vnd alsbald du Im damit an sein Schwert bindest / So heng Im den ort
Indes oben ein / vnd stich im zu dem gesicht / versetzt er den stich / vnnd
fert hoch auf mit den armen / so lauff Im durch / Oder pleibt er mit
der versatzung nider mit den henden / So begreiff mit der lingken hand
seinen rechten elnbogen / vnd halt vest / vnd spring mit dem lingken fus
für seinen rechten / vnd stoss In also darüber.

[78v] Item vnd wann du durchlauffen solt / das findest du hernach ge-
schriben in dem stuck das da spricht / Durchlauff / Laß hangen mit dem
knopff wilt du ringen.

Feler zwifach
Trifft man den schnit mit macht
Zwifach furbas
Schreit am lingk vnd bis nit lass

Merck das haist der zwifach feler / vnd treib In also / Wann du mit dem
zufechten zu Im kombst / so setz den lingken fus vor / vnd halt dein Schwert
an der rechten achseln / Vnd wann du stichst das er dir eben ist / so spring
gegen Im wol aus mit dem rechten fus / auf dein rechte seitten / vnnd
als du Im mit seinem freien zwerchschlagen zu seiner lingken seitten
zum kopff wöllest hawen / vnd verzuck den haw / vnd spring mit dem
lingken fus zu seiner rechten seitten / wol vmb In / vnd schlag Im mit
der zwerch zum kopff / Versetzt er / vnd du treffest sein Schwert / So schreit
zu derselbigen seitten neben Im hinwegk / vnd schneid In hinder seins
Schwerts klingen aus dem duplieren mit der kurtzen schneidin / in das
maul / Oder fall Im mit dem Schwert über bede arm / vnnd schneid / das
treib zu baiden seitten. Auch magst du den feler gleich treiben aus
dem oberhaw, als aus den zwerchschlegen. Ist das du wilt. rc.

Schillerhaw mit seinen
Stucken

Schiller embricht
Was biffel schlecht oder sticht
Wer wechsel trawt
Schiller In daraus beraubt

Wiss der Schiller ist ain seltzam gut ernsthafft Stuck / wann er bricht

[79r] mit gewalt ein mit haw / vnd mit stich / vnd geet zu mit verkertem
Schwert / Darumb so seind vil maister / die von dem haw nit wissen
zusagen / vnd auch die hut die da haist der Pflug.

Item den Schiller treib also / Wann du mit dem zufechten zum
mann kombst / So setz dein linggen fus vor / vnd halt dein Schwert an deiner
rechten achseln . Haut er dir dann von oben zu dem kopff / So verwend
dein Schwert / vnd spring zu dem rechten fus / vnd haw gegen seinem
haw mit der kurtzen schneidin langk aus gestrackten armen obenn
vber sein Schwert Im zum gesicht oder der brust. Ist er dann also gescheid /
vnd verfelet mit dem haw deines Schwerts / vnd wechselt vnden durch /
so pleib Im mit dem ort aus langen armen vor dem gesicht / so mag
er dir nit geschaden / noch vnden durchkomen .

Item ein ander Stucke. Wann du gegen Im steest / vnd
heltst dein Schwert an deiner rechten achslen / Steet er dann gegen dir
in der hut des Pflugs / vnd troet dir vnden zustechen / so haw Im aus
dem Schiller mit der kurtzen schneidin langk oben ein / vnd scheus Im
den ort zu dem gesicht oder der brust / So mag er dich vnden mit dem
stich nit erlangen.

Item ein anders / Wann du gegen Im steest / vnnd hast dein
Schwert an der rechten achslen / Steet er dann wider gegen dir in der
hut des pflugs / vnd troet dir vnden zustechen / So verwend den haw
mit der kurtzen schneidin langk oben ein / so mag er dich vnden mit
dem stich nit erlangen.

Schill kurtz er dich an
Durchwechsel gesigst Im an

Das ist ain leer / Wann du zugeest mit dem zufechten / so solt du schillen
mit deinem gesicht / oder sehen ob er dir kurtz ficht / vnd die kurtze des
Schwerts vernimb also / wann er die arm mit dem haw nit langk

[79v] von Im reckt / so ist es verkurtzt / Legst du dich in die hut aber will er mit
dem Schwert darauff fallen / so ist er aber verkurtzt / ficht er gegen dir aus
dem Ochsen / oder aus dem Pflug / das ist auch kurtz / vnd alle winden
vor dem Mann / die seind alle kurtz / vnd sollichen fechtern den solt du
durchwechslen / damit zwingst du Sie / das sie muessen versetzen / So
magst du frey gehawen vnd arbaiten mit dem Schwert / vnd auch
mit ringen.

Item ein andere leer / Wann du mit dem zufechten zu Im
geest / So solt du schillen mit dem gesichte ob er kurtz gegen dir ficht / das
solt du also erkennen / wann er dir zuhawet / reckt er dann die arm nit
langk aus vor Im mit dem haw / so ist das sein Schwert verkürtzet / vnd
allen fechtern den wechsel frölich durchaus hawen / vnd aus stichen
mit dem langen ort / damit bestetigst du sie am Schwert / das sie
muessen zu dem anwinden lassen komen / vnd sich schlagen lassen.

Schill zu dem ort
Nimb den hals on forcht

Merck das ist ain stuck wider den langen ort mit ainer betriegnus
des gesichts / das treib also. Wann du mit dem zufechten zu Im
kombst / stet er dann vnd helt dir seinen ort gegen dem gesicht / oder
brust / so halt dein Schwert an der rechten achslen / vnd schill mit dem
gesicht zum ort / vnd thu als du Im darzu hawen wöllest / vnd haw
starck aus dem Schiller mit der kurtzen schneidin an sein Schwert /
vnd scheus Im den ort damit langk ein zu dem hals mit ainem
zutritt deines rechten fus.

Schill zu dem obern
Haubt hend wilt du bedobern

Item wann er gegen dir steet in dem langen ort / wilt du
Im dann vber seine hend schlagen / So schill Im zum gesicht
vnnd zum haubt / vnnd thu als du In darauff schlagenn

[80r] wöllest / vnnd schlag In aus dem Schiller mit dem ort auf seine
hend.

Feler zwifach
Trifft man den schnit mit macht
Zwifach es furbas
Schreit ein linck vnd bis nit lass

Das ist wie du den feler zu baiden seitten solt zwifach treiben /
vnnd das vernimb also / Wann du mit dem zufechtenn zu
Im kombst / So setz den lingken fus vor / vnnd halt dein Schwert
an der rechten achseln / Vnnd wann du sichst das er dir obenn
ist / So spring gegen Im wol aus mit dem rechten fus / auf dein
rechte seitten / vnnd thu als du Im mit ainem freyen vberhaw
zu seiner lingken seitten zu seinem kopff wöllest hawen / wie er
dann vor mit der versatzung / So verzuck den haw wider auf / vnd
spring bald mit dem lingken fus wol vmb den Man zu seiner
rechten seitten / Vnnd Im sprung thu aber / als du In zu der rech-
ten seitten schlagen wöllest / vnnd verzuck / vnnd spring wider
mit dem rechten fus vmb In auf sein lingke seitten / vnd schlag
zu derselbigen seitten frölichen mit ein. Will er dir dann dieweil
nach der blösse greiffen / So fall Im mit der langen schneid / vnd
truck von dir / vnd das solt du wissen von baiden seitten zutrei-
ben / vnd das magst du aus den zwerchschlegen auch treibenn.

Schaitler Haw mit seinen
Stucken

Der Schaiteler mit seiner kor
Ist dem antlitz vnd der brust vast gefar

[80v] Was von Im kommet
Die Kron das abnimet
Schneid durch die Kron
So brichst du sie schon
Die strich die truck
Mit schnitten sie zuck
Wiss das der Schaiteler bricht die hut Alber / vnd ist dem antlitz
vnnd der brust mit seiner kor gar geferlich.

Item den Schaiteler treib also / Wann du mit dem zufechtenn
zu Im kombst / Legt er sich dann in die hut Alber / So setz dein schwert
mit aufgereckten armen hoch über dein haubt in der hut vom tag /
vnd spring zu Im mit dem rechten fus / vnd haw mit der langen
schneidin starck von oben wider / vnd pleib mit den armen hoch /
vnd senck Im den ort vndersich zu seinem gesichte / oder der brust /
Versetzt er dann mit der Kron also das ort / vnd das die gehiltz an
seinem Schwert baide übersich steen / vnd fert damit auff / vnnd
stost dir den ort übersich / So wend dein schwert vnder seiner Kron
durch mit der schneidin in sein arm / vnd truck / so ist die Kron
wider gebrochen / vnd mit dem trucken schneid / vnnd zeuch dich
damit abe.

Volgent hernach die
vier Leger

Vier leger allain
Dauon halt fleuch die gmain
Ochs Pflug Alber
Vom Tag sein dir nit vnmer.
[81r] Merck dise vier leger / das seind die vier hut da du aus fechtenn
solt / die erst hut haist der Ochs.

Von dem Ochsen

Item in den Ochsen schick dich also / Stee mit dem lingken fus für
vnd halt dein Schwert zu der rechten seitten mit dem gehiltz für
das haubt / das die kurtz schneidin gegen dir stee / vnnd halt Im
den ort also gegen dem gesicht

Item zu der lingken seiten schick dich also in den Ochssen / Stee
mit dem rechten fus vor / vnnd halt dein Schwert zu deiner ling-
gen seitten mit dem gehiltz für das haubt / das die lang schneidin
gegen dir stee / vnd halt Im den ort also gegen dem gesicht / vnd das
ist der Ochs von baiden seitten.

Von dem Pflug

Item die ander hut die haist der Pflug / Da schick dich also mit / Setz den
linggen fus für / vnd halt dein Schwert mit gekreutzigten henden
vndersich zu deiner rechten seitten / mit dem knopff neben deiner
rechten hifft / das die kurtz schneid oben sey / vnnd der ort fürsich auf-
stee / dem mann gegen dem gesicht.

Item zu der lingken seitten schick dich also in den Pflug / Setz
dein rechten fus vor / vnd halt dein Schwert neben deiner lingkenn
seitten / vndersich zu deiner lingken hifft / das die lang schneid oben
gewant sey / vnd der ort übersich stee / dem mann gegen dem gesicht.

[81v] Von dem Alber.

Item die drit hut haist Alber / vnnd schick dich also mit / Setz den linggn
fus für / vnnd halt dein Schwert mit gestrackten armen vor dir mit
dem ort auf der Erden / vnd das die kurtz schneid oben sey.

Von der Hut vom Tag

Item die viert hut haist vom Tag / vnnd schick dich also mit ,
Setz den linggen fus für / vnnd halt dein Schwert mit ausgereck-
ten armen hoch über dein haubt / vnnd wende die lang schneidin
für / vnnd lass den ort ein wenig zurügk hangen / vnnd stee also
in der hut

Von den vier versetzen.

Vier seind versetzen
Die die leger seer letzen
Vor versetzen huet dich
Geschicht es mer es miet dich

Merck du hast vor gehört von den vier huten / So solt du nun wissen
was da sein die vier versetzen / damit du die vier hut brechen solt / wiss
das kain versetzen darzu nit gehört / Wann vier hew die brechenn
die vier hut.

Das erst ist der Krumphaw / der bricht die hut aus dem Ochssenn.

Das ander das ist der Zwerchhaw / der bricht die hut vom Tag.

[82r] Das drit das ist der Schillerhaw / der bricht die hut aus dem Pflug.

Das viert das ist der Schaitlerhaw / der bricht die hut die da haist Alber /
vnnd wie du die rechten stuck aus den vier hewen gegen huten treiben
solt / das findest du dauor in den hewen geschriben / darumb huett
dich vor versetzen gegen den huten / wilt du anderst mit schlegenn nit
geschendet werden.

Ob dir versetzt ist
Merck wie er darkomen ist
Hör was Ich rat
Reiss ab schnell mit Drat

Merck wann er dir versetzt hat / vnd will sich vom Schwert nit abziehen /
vnnd maint er wöll dich zu kainem stuck lassen komen / So thu als
du dich vom Schwert abziehen wöllest / vnnd zuck dein Schwert an
dich bis zur halben klingen / vnd far da mit dem Schwert bald auff /
vnnd haw Im schnell mit der kurtzen schneidin oder mit dem du-
plieren zum kopff.

Item ein anders / Wann er dir versetzt hat / So reiss mit deinem
Schwert an seiner Schwertsklingen übersich auff gegen sienem ort /
als du Im oben wöllest abnemen / so pleib am Schwert / vnd haw Im
schlecht an der klingen wider zum knopff

Das ansetzen

Setz an vier enden
Bleib darauf wiltu enden

Wiss das das ansetzen ist ain ernsthafft stuck / wann es geet zu der nähm

[82v] der vier blössen / vnnd gehört zutreiben / wann du bald end wilt geben
mit dem Schwert.

Item das ansetzen treib also / Wann du mit dem zufechten zu Im
kombst / So leg dich mit dem Schwert in die hut des Ochssen oder des Pflugs /
will er dir dann oben einhawen oder zustechen von seiner rechten seiten /
So kom vor mit der versatzung / scheus Im den langen ort ein zu der
nechsten blösse seiner linggen seitten / vnnd wart ob du Im möchtest
angesetzen /

Item Oder hawet er dann von oben ein seiner Lingken seitten / So
kom vor mit der versatzung / vnnd scheus Im den ort langk ein zu der
nechsten blösse seiner rechten seitten.

Item Oder hawet er dir zu von vnden auf von seiner rechten seitten /
So scheus Im den ort langk ein zu der nechsten blösse seiner lingken
seitten.

Item Oder hawet er dir zu von vnden auff von seiner lingken seitten /
So scheus Im den ort langk ein zu der vndern blösse seiner rechtenn
seitten / vnd wart allweg damit des ansetzens / wirt er dann des ein-
schiessens gewar / vnd versetzt / so pleib mit dem Schwert auff dem
seinen / vnd arbait da behendigelichen zu der nechsten blösse.

Das Nachraisen

Nachraisen leere
Zwifach oder schneid in die where
Zway eussere minne
Der arbait darnach beginne
Vnnd bruf die gefert
Ob sie sein waich oder hert

[83r] Item Merck der nachraisen ist mancherlay / vnd gehöret zutreiben mit
grosser fürsichtigkait gegen den fechtern / die da aus freien langenn
hawen fechten / vnd sonst von rechter kunst des Schwerts nichts halten.

Item das erst stuck aus den nachraisen / das treib also / Wann du
mit dem zufechten zu Im kombst / so setz den lingken fus für / vnnd
stee in der hut vom tag / vnd sich gar eben / was er gegen dir ficht / haut
er dir dann oben langk ein von seiner rechten achseln / so versetz Im
nit / vnd wart das er dich mit dem haw nit erlange / So merck die-
weil sein Schwert mit dem haw vndersich geet gegen der Erden / so
spring zu Im mit dem rechten fus / vnd haw Im oben ein zu der blösse
seiner rechten seitten / wann er mit dem Schwert wider aufkomett /
so ist er geschlagen.

Ein anders stuck. Item wann er sich verhawett /
vnnd du Im nachhawest / fert er dann bald auf seinen schwert /
vnnd versetzt / so pleib mit der langen schneide auf seinem schwert
starck / Hebt er dann mit dein Schwert übersich / So spring mit dem
lingken fus wol hinder seinen rechten / vnd schlag In mit der Zwerch /
oder sonst zum kopff seiner rechten seitten / vnd arbait bald wider-
vmb zu seiner lingken seitten mit dem Duplieren / oder sonnst
mit andern stucken / darnach du empfindest ob er waich oder hert
ist am Schwert / Vnnd das ist die eusser minne.

Item aber ain anders stuck / Wann er sich vor dir verhawet / vnd
du Im nachhawest / Bindst du dann auf sein Schwert gegen seiner
linggen seitten / Schlecht er dann aus der versatzung mit der Zwerch
bald vmb dich zu deiner rechten seitten / So kom Im Indes mitt der
zwerch forn für vnder seinem Schwert gegen seiner linggen seiten
an seinem hals / Oder spring mit dem linggen fus auf sein rech-
te seitten / vnd haw seinem haw nach zu der rechten seitten / Oder
treib den schnit Im über sein arm zum kopff.

Ein anders Nachraisen. Item wann du gegen

[83v] Im fichst aus vnderhawen / oder aus streichen / oder legst dich ge-
gen Im in die hut Alber / Felt er dir dann mit dem Schwert auff /
das dein ee dann du aufkomest / so pleib also vnden am Schwert / vnd
heb übersich / Will er dir dann aus der versatzung einhawen / oder
am Schwert einwinden / So lass In vom Schwert nit abkomen / vnnd
volg Im dran nach / vnd arbait damit zu der nechsten blösse.

Item Merck / Du solt Im aus allen huten / vnd aus allen hewenn
nachraisen / Alsbald du erkennnest wann er sich vor dir verhawet / oder
entblösset mit dem Schwert.

Das fülen lere
Indes das da verschneidet seere.

Wiss das am Schwert das fülen vnnd das wort Indes / die gröst kunst
ist / Vnd wer ain maister des Schwerts ist / oder sein will / vnnd kan
er nit das fülen / vnd vernimbt darzu nit das wort Indes / so ist er
nit ain maister / er ist ain Büffel des Schwerts / Darumb solt du
vor allen sachen gar wol lernen das wort Indes vnnd das fülenn.

Das fülen merck also / Wann du mit dem zufechten zu Im kombst /
vnnd ainer dem andern an sein Schwert bindet / So solt du In dem
die Schwert zusamen glitzen / zuhand fülen / ob er waich oder hertt
angebunden hat / Vnd alsbald waich oder hert fülest / so gedenck an
das wort Indes / Das ist / das du in dem fülen behendigelich mit ar-
baiten solt mit dem Schwert / so wirt er geschlagen / ee er sein Innen
wirt.

Item nun solt du wissen das fülen vnd das wort Indes / ains on
das ander nit gesein mag / vnd das vernimb also / wann du Im
an sein schwert bindest / so must du mit dem wort Indes fülen
waich oder hert / Vnd wann du fülest / so must du aber in Indes
arbaiten / also seind sie allwegen beyeinander / wann das wort
Indes / das ist in allen stucken.

[84r] Das vernimb also / Indes dupliert / Indes mutiert / Indes wechslet durch /
Indes laufft durch / Indes nimb den schnit / Indes ring mit / Indes
nimb das Schwert / Indes thut was dein hertz begert / Indes ist ain
scharpffes wort / damit alle maister verschniten werden / vnd zuuoraus
die das wort Indes nit wissen oder vernemen.

Nachraisen zwifach
Den alten schnit mit mach

Das ist das du die Nachraisen solt treiben zu beden seiten / vnnd den
schnit auch darein bringen / vnd das vernimb also / wann er sich
vor dir verhawet / es sey von der rechten seitten oder von der lingkenn
seitten / So haw Im frölich nach zu der blösse / Fert er dann auf / vnd
bindt dir vnden an das Schwert / so merck / so bald ain Schwert an
das ander glitzet / so fall Im Indes mit der langen schneidin auff
sein arm / vnd truck mit der schneid vndersich / oder schneid Im
nach dem maul.

Das überlauffen

Wer überwindet
Vberlauf den der wirt beschemet
Wann es glitzet oben
So sterck das hör Ich loben
Dem arbait nach
Oder truck zwifach

Das ist / wann dir ainer von vnden zufecht / wie du Im solt überlauffen /
das vernimb also / wann du mit dem zufechten zu Im kombst / hawt
er dir dnn vnden zu / das versetz Im nit / Sonder merck wann sein vn-
derhaw gegen dir geet / so haw Im von deiner rechten achslen von oben lanck /
vnnd scheus Im den ort langk ein zum gesicht / oder der brust / vnnd
setz Im an / so kan er dich vnden nit erlangen / vnnd fert er dann von

[84v] vnden auff / vnd versetzt / so pleib mit der langen schneidin starck
auff dem Schwert / vnnd arbait behendigelichen zu der nechsten blösse.

Item merck wann du Im starck auf sein Schwert gebunden
hast / schlecht er dann aus der versatzung vntz dir zu der andern seiten /
so bind Im aber mit der langen schneidin starck auff sein Schwert
oben zum kopff / vnnd arbait zu der blösse als vor / das treib zu baiden
seitten.

Das absetzenn.

Lere absetzenn
Haw stich kunstlich letzen
Wer auf dich stichet
Dein ort triffet
Vnd seinen bricht von baiden seiten
Triff alle mal wilt du schreitenn

Item merck / wann du mit dem zufechten zu Im kombst / stelt er
sich dann gegen dir als wöll er stechen / So setz deinen lingken fus für /
vnd leg dich gegen Im im Pflug zu deiner rechten seitten / vnd gib dich
blos mit deiner lingken seitten / Sticht er dann zu der blösse / so wind
mit deinem schwert auf dein lingke seitten gegen seinem stich die kurtz
schneidin an sein schwert / vnd setz damit abe / das dein ort gegen Im
pleib steen / vnd schreit damit zu dem rechten fus / vnd stich Im Indes
zum angesicht oder der brust.

Item ein anders stuck. Wann du steest zu deiner rechten seiten
in dem Pflug / hawt er dir dann zu der lingken seiten oben zu der
blösse / so far auf mit dem Schwert / vnd winde damit auff dein
lingke seitten gegen seinem haw / das gehiltz vor dem haubt in dem
Ochssen vnd schreit damit zu dem rechten fus / vnd stich In zu dem

[85r] gesichte oder der brust / vnd die stuck treib von der lingken seittenn
auch also aus dem Pflug.

Vom durchwechslen

Durchwechslen leer
Von baiden seiten stich mit seer
Wer auf dich bindet
Durchwechslen In schier schneid oder befindet

Item wiss der Durchwechslen ist vil vnd mancherlay / vnnd die
magst du treiben aus allen hewen gegen den fechtern die da
hawen zum Schwert / vnd nit zu den blössen des mans / vnnd
die solt du gar wol lernen treiben mit fürsichtigkeit das man
dir nit ansetze / dieweil du Im durchwechsselst.

Item die Durchwechslen treib also / wann du mit dem zufechten
zu Im kombst / so haw im oben langk ein / zum kopff / hawet er
dann gegen dir zum Schwert / vnnd nit zum leib / so lass den ort
mit dem haw vnden durchwischen / ehe er dir an das schwert bindt /
vnd stich Im zu der andern seitten / wirt er dann des stichs gewar /
vnd fert mit dem schwert dem stich bald nach mit versatzung / So
wechsel aber durch zu der andern seitten / vnd das treib allwegenn
wann er dir nach dem schwert fert mit der versatzung zu baiden seiten.

Item aber ein Durchwechslen / Wann du mit dem zufechten zu Im
kombst / so setz deinen lingken fus für / vnd halt Im den langen ort
gegen dem gesicht / hawet er dir dann von oben oder von vndenn zu
dem Schwert / vnd will dir das hinwegk schlagen / oder dauon binden /
lass den ort vndersich sincken / vnd stich zu der andern seitten / vnnd
thu das gegen allen hewen.

[85v] Item das stuck merck gar eben / Wann er dir versetzt hat / oder sonnst
an dein schwert gebunden / helt er dir dann am Schwert seinenn ort
nit gegen der blösse deins leibs / vnnd last den neben dir bey seitz auf-
geen auff die seiten / So wechsel Im kunlich durch / Oder pleibt er dir
mit dem ort vor dem gesicht / oder gegen den blössen / so wechsel nit durch /
vnd pleib am schwert / vnnd arbait Im damit zu der nechsten blösse /
so mag er dir nit nachraisen noch angesetzen.

Das Zuckenn.

Trit nahent in bunden
Das Zucken gibt gut funden
Zuck / trifft er zuck mee
Er befindet arbait die Im thut wee
Vnd zuck alle treffen
Den Maistern wilt du sie effen

Wiss das zucken gehört zutreiben gegen den maistern / die da starck
mit der versatzung an das schwert binden / vnd gegen denen die da
am schwert pleiben steen / vnd warten ob man sie vor In wöll ver-
hawen / oder sich vom schwert abziehen / Wilt du dann dieselbenn
maister teuschen oder effen / so treib das zucken gegen Inen also /
haw Im von der rechten seiten oben starck ein zum kopff / fert er dar
vnnd will versetzen / so zuck dein Schwert an dich / ehe wann er da-
ran bindet / so stich Im zu der ander seiten / vnnd das thu in allen
treffen des Schwerts.

Item ein ander Zucken. Wann er dir an dein schwert gebunden
hat / stet er dann gegen dir am schwert / vnd wartet ob du dich vom
schwert wöllest abziehen / so thu als du wöllest zucken / vnd pleib am
schwert / vnd zuck dein schwert bis an die helfft der klingen an dich /
vnnd stich Im am schwert bald wider ein zum gesicht oder der brust /
trifst du In nit recht mit dem stich / so arbait mit dem duplieren

[86r] oder sonst mit ander stucken was dir das best ist.

Das Durchlauffen

Durchlauffen lass hangen
Mit dem knopf wilt du rangen
Wer gegen dir sterck
Durchlauff damit merck

Die ringen im langen Schwert.

Item die durchlauffen vnd die ringen gehören zutreiben gegen den
maistern die geren einlauffen / vnnd die treib also / wann er dir
versetzt / vnd fert hoch auf mit den armen / vnd lauffet dir ein /
vnd will dich oben mit der stercke übertringen / So far auch auf mit
den armen / vnd halt dein schwert mit der lingken hand bey dem
knopf über dein haubt / vnd lass klingen hinden über dein rüggen
nider hangen / vnd lauff mit dem haubt durch die arm gegenn
seiner seiten / vnnd spring mit dem rechten fus hinder seinen rech-
ten / vnd mit dem sprung far Im mit dem rechten arm gegen
seiner lingken seiten wol vmb den Leib / vnd fass In also auff
dein rechte hüfft / vnnd würff In für dich nider auf seinen kopff.

Item ein ander ringen / wann er dir einlauffet mit aufgereck-
ten armen / vnd du Ime wider / So lauff Im durch mit dem haubt
zu seiner rechten seiten / vnd schreit mit dem rechten fus vornen für
sein rechten / vnnd far Im mit dem rechten arm vnder seinen rech-
ten arm durch / hinden vmb seinen leib / vnd senck dich ein wenig nider /
vnd fass In auf die rechte hüff / vnd würff In hinder dich / Die zuringn
solt du treiben zu baiden seiten. rc.

Item aber ein ander ringen / Wann er dir einlauffet zu deiner

[86v] rechten seitten / vnnd ist hoch mit den armen / vnd du auch / So halt
dein schwert zu der rechten hand / vnd stoss da In mit seinem arm
von dir / vnd spring mit deinem lingken fus / vornen für sein rech-
ten / vnnd far Im mit dem lingken arm wol hinden vmb sein leib /
vnnd senck dich ein wenig nider / vnd fass In auf dein lingke hüff /
vnnd wurff In für dich auf das antlitz.

Item ein ander ringen / Wann er dir einlauffet / vnnd ist
hoch mit den armen / vnnd du auch / So solt du dein schwert in der
rechten hand halten / vnnd so stoss Im damit sein Arm von dir / vnd
spring mit dem lingken fus / hinder sein gerechten / vnd far mit dem
lingken arm vnden durch vor seiner brust in sein lingke seitten /
vnnd fass In auf dein lingke hüfft / vnd würff In hinder dich / die
zway ringen treib auch zu baiden seiten.

Merck wann er dir einlauft in dem schwert / vnd helt sein arm nider /
das du Im nit nit magst durchlauffen / So treib die hernachgeschrib-
nen ringen.

Item wann er dir einlauffet im Schwert / vnd helt die hend nider /
so verker dein lingke hand / vnd begreiff damit sein rechte Inwendig
zwischen seinen baiden henden / vnd ruck damit auf dein lingke seitn /
vnd mit der rechten schlag In mit dem schwert über den kopff / Oder
wilt du In nit schlagen / So spring mit dem rechten fus hinder seinen
lingken / vnd far Im mit dem rechten arm fornen oder hinden vmb
den hals / vnd würff In also über dein rechts knie.

Item aber ain ander ringen / Wann er dir einlaufft im schwert /
vnd ist nider mit den henden / So lass dein lingke hand vornen vom
schwert / vnd mit der rechten far Im mit dem knopf aussen über sein
rechte hand / vnd truck damit nider / vnd fass In mit der lingkenn
hand bey dem rechten elnbogen / vnd spring mit dem lingken fus für
sein rechten / vnd truck In also darüber.

Item aber ein ander Ringen. Wann er dir einlaufft im schwert

[87r] so lass dein schwert fallen / vnnd verker dein rechte hand / vnd begreiff
damit sein gerechte auswendig / vnd mit der lingken hand fass In bey
dem rechten elnbogen / vnd spring mit dem lingken fus für sein rech-
ten arm / über deinen lingken / vnd heb In damit übersich / also ist er ver-
riglet / vnd magst Im also den arm brechen / oder für dich über das lingk
bain werffen.

Das Abschneiden

Schneid ab die herten
Von vnden in baiden geferten.

Das ist ain bruch wider die überwinden deins schwerts / den treib also /
wann du zu Im fichst aus vnderhawen / oder aus den streithewen /
oder ligst gegen Im in der hut / die da haist der Alber / felt er dir dan mit
dem schwert auf das dein / ehe dann du mit dem schwert aufkomest / so
pleib vnden am schwert / vnd heb mit der kurtzen schneidin vast übersich /
truckt er dann vast nider / so streich vnden mit dem schwert an seiner
schwerts klingen hindersich ab von seinem schwert / vnd haw am schwert
bald wider oben ein zum antlitz.

Item ein anders / Wann du zu Im fichtest mit vnderhawest / oder
ligst in der hut Alber / felt er dir dann mit dem schwert auf das dein na-
hent bey dem gehiltz / das sein ort zu der rechten seitten ausgeet / so far behen-
digclichen auf mit dem knopf vber sein schwert / vnnd schlag In mit
der langen schneidin zum kopff / Oder bindt er dir auf dein schwert auf
dein lingke seitten / so far behendigclichen auf mit dem knopff über sein
schwert / vnd schlag In mit der kurtzen schneidin zum kopff / vnd das
haissent die schnappen oder die schnellen.

Vier sein der schnit
Zwen vnden zwen oben mit.

Item merck die vier schnit / Des ersten die zwen obern / die gehören zu-

[87v] treiben gegen den fechtern die aus der versatzung / oder aus dem band
des schwerts geren vmbschlagen zu der andern seiten / vnd das brich
ehe mit dem schnit also / wann er dir mit dem versetzen oder sonst
an dein schwert bindet zu deiner lingken seiten / vnd schlecht darmit
bald vmb mit der zwerch / oder sonst zu deiner rechten seiten / so spring
aus dem haw mit dem lingken fus auf sein rechte seiten / vnd fall
Im mit der langen schneidin oben über bed arm / vnnd truck mit
dem schnit von dir / das solt du treiben von baiden seiten / allweg
wann er aus der versatzung vmbschlecht.

Item die zwen vnderschnit gehörent zutreiben gegen den fechtern
die da einlauffen mit aufgerichten armen / vnd die treib also /
wann er dir an dein schwert bindet / es sey mit versatzung oder sonst /
fert er dann hoch auf mit den armen / vnnd laufft dir ein mit seiner
lingken seiten / So verwende dein schwert / das dein daumen vnden kom-
men mit der langen schneidin vnder sein gehiltz in sein arm / vnd
truck mit dem schnit übersich / Oder laufft er dir ein mit aufgerichtn
armen zu deiner rechten seiten / so verwende dein schwert / das dein
daumen vnden komen mit der kurtzen schneidin vnder sein gehiltz
in sein arm / vnd truck mit dem schnit übersich / das seind die vier schnit.

Dein schneiden wend
Zuflichen truck dein hend

Das ist wie du die obern schnit solt wechslen aus der vndern / Das
merck also / wann er dir einlauffet zu deiner lingken seiten / mitt
aufgerichten armen / so verwend dein schwert mit der langen schnei-
din vnder sein gehiltz in sein arm / vnnd truck vast übersich / vnnd
schreit damit auff sein rechte seiten / vnd wende den knopf mit vn-
den durch / vnd kom mit dem schwert nit von seinen armenn /
vnd wend das schwert aus dem vndern schnit in den obern über sein
arm mit der langen schneidin.

Item Lauft er dir ein zu deiner rechten seiten mit aufgerichten ar-
men / So wend Im dein schwert mit der kurtzen schneidin / vnder sein

[88r] gehiltz in sein arm / vnd truck vast übersich / vnd schreit auf sein lingge
seiten / vnnd lass den knopff mit vnden durchgeen / vnd wende das schwert
mit der langen schneiden über sein arm in den schnit / vnd truck von dir.

Von den Hengen.

Zway hengen werden
Aus ainer hand von der erden
Inn allem gefert
Haw / stich / leger waich oder hert

Wiss die zway hengen von der Erden / das ist der Pflug von baidenn
seiten / darinn solt du auch haben das fülen in hewen vnnd stichen /
vnd Im band des schwerts ob er darinne waich oder hert ist / Auch solt
du wissen das du daraus solt treiben vier winden / vnd aus ainer
yeden besonder ain haw / ain stich / vnd ain schnit / als aus den obern

Von dem Sprechfenster.

Sprachfenster mach
Stand frölich besich sein sach
Wer sich vor dir zeuhet ab
Schlag In schnell das er schnap
Ich sage fürwar
Kain Mann schützet sich on far
Hast du vernommen
Zu schlag mag er klain komen

Item merck du hast vor gehört / wie du dich vor dem mann mit dem
schwert solt schicken in die vier hut / So solt du nun wissen das / das
Sprechfenster ist ain hut / darinn du wol sicher magst steen / vnnd
die hut ist der lang ort / der ist die edlest vnd beste where am Schwert /

[88v] Wer daraus recht fechten kan / der zwinget den Mann damit / das er
sich on seinen danck schlagen muss lassen / vnd mag daruor zuschla-
gen nit wol komen.

Item Das Sprechfenster mach also / Wann du mit dem zufechten zum
Mann geest / mit wellichem haw du dann an In kombst / es sey ein ober
oder ein vnder haw / So lass Im den ort allweg lang aus den armenn
mit dem haw einschiessen / zum gesicht oder der brust / damit zwingst
du In das er muss versetzen oder anbinden / vnd wann er also angebun-
den hat / so pleib Im starck mit der langen schneidin auf dem schwert /
vnd stee frölich vnd besich sein sach / was er fürbas fechten will / Zeucht
er sich zurügk ab vom schwert / so volg Im nach mit deinem ort zum ge-
sicht oder der brust / Oder schlecht er aus dem band vmb zu der andern
seiten / so schneid Im starck über die arm / vnd arbait Im oben zum
kopff / Oder will er sich vom schwert nit abziehen / noch vmbschlagen /
so arbait mit dem duplieren / oder sonst mit andern stucken / darnach
als du In empfindest / ob er starck oder schwach am schwert ist.

Item So solt du die Sprechfenster / das seind zwo hut aus dem langenn
ort / aine am schwert / vnd die ander vor dem mann / ehe wann du
Im an sein schwert bindest / oder die schwerter zusamen glitzen / vnd
ist doch in Im selber nit mer dann ain hut.

Item Ich sag fürwar / Das der lang ort die edlest whöre am schwert
ist / wann damit zwingst du den mann / das er sich schlagen muss
lassen / vnd daruor zu kainem schlag mag komen / Darumb soltt
du mit allen hewen den ort eintreiben dem mann zu der brust oder
zum gesichte / vnd fürbas daraus treiben stich vnd schleg.

Item merck das haist auch ein Sprechfenster / wann du schier mit
dem zufechten zum Mann komen bist / So setz den lingken fus für /
vnnd halt Im den ort lang aus dem armen gegen dem gesichtt /
oder der brust / ee wann du Im an das schwert bindest / vnnd stee
frölichen / vnd besich was er gegen dir fechten wöll / hwt er dir dan
oben ein / so far auf mit dem schwert / vnd wind gegen seinem
haw / in den Ochsen / vnnd stich Im zum gesichte / Oder hawt er

[89r] dir zum schwert vnd nit zum leib / So wechsel künlich durch / vnd
stich Im zu der andern seiten / Oder laufft er ein / vnd ist hoch mit denn
armen / so treib den vndern schnit / Oder ist er nider mit den armen /
so wart der ringen . Also magst du alle stuck aus den armen treibn /
welches dir am besten ist .

Von den Winden

Wer wol füret vnd wol bricht
Vnnd entlich gar bericht
Vnnd bricht besonder
Jegklichs in drei wunder
Wer recht wol henget
Vnd winden damit bringet
Vnd winden acht
Mit rechtem wegen betracht
Vnd Ir ainer der wind sälb drit so zweintzig
Vnd vier zele sie eintzig
Von baiden seiten
Acht winden lern mit schreiten .
Vnnd brüf die gefert
Nit mer dann waich oder hert

Das ist ain leere vnd ermanung der kunst des schwerts / das du darin
gar wol bericht vnd geubt solt sein / das du Sie behendigelich kundest fiern /
vnnd mit behendigkeit die brüch gegen seinen stucken recht treiben /
also / as du auf yeden bruch besonder / solt treiben die drey wunder / die
dir hernach ausgericht werden / Auch solt du wissen die vier hengenn /
der sein zway vnden vnd zway oben / Die obern das ist der Ochs / Die
vndern das ist der Pflug zu baiden seiten / Vnd aus den vier hengen
solt du bringen acht winden / solt du furbas also betrachten / vnd recht
erwegen / das du aus yedem winden solt besonders treiben ain haw vnd
ain stich vnd ainen schnit / Das seind die vorgeschribnen vier windenn.

[89v] Item Hie merck wie du aus den vier hengen solt treiben acht windenn /
Das erst überhengen hat zwo winden / das treib also / Wann du mit dem
zufechten zu Im kombst / so stee von deiner rechten seiten in dem Ochsen /
haut er dir dann oben ein zu deiner linggen seiten / so winde gegen sei-
nem haw entgegen / die kurtz schneide an seinem schwert aber im Ochsen /
vnd stich Im oben ein zum gesichte / das ist ein winden / Setzt er den stich
ob seiner lingken seiten / so pleib am schwert / vnd wind wider auf dein
rechte seiten in den Ochssen die lang schneid an sein schwert / vnd stich
Im oben ein zum gesicht / das ist ain hengen von deiner rechten seitenn
mit zwaien winden an seinem schwert.

Item Das ander oberhengen aber mit zwaien hengen / das treib also /
Wann du mit dem zufechten zu Im kombst / so stee von deiner lingken
seiten im Ochssen / hawt er dir dann oben ein zu deiner rechten seiten /
so winde gegen seinem haw die lang schneidin an sein schwert / vnnd
stich Im oben ein zum gesicht / das ist aber ain winden / Setzt er den stich
ab gegen seiner rechten seiten / so pleib am schwert / vnd wind wider auf
dein lingke seiten in den Ochssen die kurtze schneidin an sein schwert /
vnd stich Im oben ein zum gesicht / das ist ain ander überhengen von der
lingken seiten aber mit zwaien winden an seinem schwert . rc.

Item Nun solt du wissen / das du aus den zwaien vndern hengenn /
das ist der Pflug von baiden seiten / auch solt treiben vier winden mit
allen Iren geferten / als aus den obern / das seind die acht winden / vnd
als offt du windest / so gedenck in ainem Jegklichen winden besonnder
an den haw vnd stich / vnd an den schnit / Also komen aus den acht win-
den / viervndzwaintzig / vnd aus wellichen winden / vnd gegen wel-
lichen stucken / vnd gegen wellichen hawen / du den haw oder stich / oder
den schnit treiben solt / Das findest du alles vor in den stucken geschriben .